Wallenfels: Neben dem Auftritt des Nikolaus waren zwei Ehrungen die Hauptpunkte der diesjährigen Flößerkirchweih in Wallenfels. Im vollbesetzten Flößerhaus waren auch viele Ehrengäste erschienen, um der traditionellen Veranstaltung am letzten Montag vor Weihnachten beizuwohnen. Der neue Vorsitzende Andreas Weiß, der vor kurzem den langjährigen Mann an der Spitze Andy Buckreus ablösten, will diese Veranstaltung auch künftig beibehalten und mit Leben füllen. Sein besonderer Dank galt Landrat Klaus Löffler, welcher die Flößerei für die kommenden zehn Jahre durch einen entsprechenden Bescheid sicherte. In seinem Rückblick zeigte er sich zufrieden mit der Floßsaison, wobei lediglich zwei Fahrten wegen Wassermangel ausfallen mussten. 3.000 Personen habe man sicher von Schnappenhammer nach Wallenfels gebracht. Auch an der Floßstrecke sei man aktiv gewesen und habe die Wehre überholt beziehungsweise neu gemacht. Bürgermeister Jens Korn verwies auf eine Video über das Flößen in Instagram, welches 37 Millionen Mal angeschaut wurde. Er dankte dem neuen Vorsitzenden Andreas Weiß für die Übernahme des Vorstandsposten. Mit Ehrenmitglied Sigmund Müller stehe noch ein einziger Zeitzeuge da, der über die Tradition der Vorfahren berichten kann. Bundestagsabgeordneter Jonas Geissler sprach von einer starken Leistung, welche die Flößer hingelegt und als die Botschafter des Landkreises die Flößerei weit über den Frankenwald hinausgetragen haben. Auf das Fehlen des heuer verstorbenen Friedrich Fricke, der auch den Deutschen Flößertag in den Landkreis holte, verwies Landrat Klaus Löffler. Beim Besuch des Bundeslandwirtschaftministers habe man zusammen mit den Flößern einen Floßhaken in Berlin überreicht. Auf Vorschlag des Landkreises Kronach wurde mit der Ehrennadel in Bronze vom Frankenwald Tourismus der langjährige Floßmeister Henry Stöcker und der langjährige Vorsitzende Andreas Buckreus (Schwarten) ausgezeichnet. Beide haben in der Flößerei eine zentrale Rolle eingenommen und Verantwortung übernommen. Mit großem Geschick und viel Einfühlungsvermögen der beiden gelang es immer wieder, die Mitglieder zu motivieren und die zahlreichen, oft komplexen Herausforderungen souverän zu bewältigen. Während Andy Buckreus nach 16 Jahren als Vorsitzender sein Amt an Andreas Weiß übergab, steht für Henry Stöcker sein Sohn Nils auf der „Kuppel“. Knecht Ruprecht (Andreas Buckreus jun.) war über den neuen Flößerweg mit seine „stolpernden Akustik“ ins Flößerhaus gekommen. Obwohl auch in diesem Jahr der „Sündenkatalog“, vorgetragen vom schwarzen Mann mit der Rute, aus dessen Rucksack lediglich eine kleine Fichte herausschaute, sehr kurz war, nahm sein Auftritte einige Zeit in Anspruch. Wie immer hatte er für jeden aktiven Flößer und die Wehrsetzer einige Sätze parat und erzählte deren Schandtaten. Der ehemalige Vorsitzende Andy Buckreus bekam dabei auch das „Seepferdchen“ überreicht, weil er mal kurz untergetaucht war.

Der langjährige Vorsitzende Andy Buckreus (3 v.l.) und der langjährige Floßmeister Henry Stöcker (4 v.l.) wurden für ihre mit großer Leidenschaft ausgeführte Arbeiten mit der Ehrennadel des Frankenwald Tourismus ausgezeichnet. Mit im Bild (v.l.) MdB Jonas Geissler, Bürgermeister Jens Korn, Landrat Klaus Löffler und der neue Vorsitzende Andreas Weiß. Foto: Michael Wunder

Der „Lustmolch Gärtner“ wollte die Kinder mit Bier verführen und erhielt deshalb seine Schläge. Foto: Michael Wunder