Nordhalben: 46 Buben und Mädchen aus Nordhalben sowie weitere 17 Kinder aus Tschirn bekannten sich in einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche St. Bartolomäus in Nordhalben zu ihrem Glauben und erneuerten gegenüber Erzbischof Professor Dr. Ludwig Schick ihr Taufversprechen anläßlich ihrer Firmung.
Der örtliche Pfarrer Hans Martin hieß den hohen Gast aus der Domstadt im oberen Frankenwald herzlich willkommen. Er bedankte sich eingangs auch bei den Firmhelfern für die Vorbereitung der Kinder auf diesen wichtigen Tag. Die Grüße von Erzbischof Schick galten an erster Stelle der wichtigsten Hauptperson an sich, Jesus Christus selbst, der immer ein gutes, aufmunterndes Wort schenkt. Seit seiner Amtseinführung in Bamberg sei er mit dem Frankenwald schon recht vertraut und habe bereits mehrere Orte im nördlichsten Teil seiner Diözese besucht, er freue sich deshalb auf seine Premiere in Nordhalben. Auch wenn diese Region, wo viele gute und freundliche Menschen leben, in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit nicht gerade von Arbeitsplätzen gesegnet, müsse man auf Hoffnung und Zuversicht setzten damit eine Besserung eintritt, so der Bischof.
Er freue sich, dass er mit der Firmung den Heranwachsenden ein besonderes Geschenk überbringen darf. Der Heilige Geist und damit der Schutz der Firmlinge sei in all den Lebensbedingungen notwendig. Der Erzbischof bezeichnete den Heiligen Geist als lebensspendende, lebensgarantierende und lebenstreibende Kraft im Menschen. Den Firmlingen als Hauptpersonen sagte Schick, dass der liebe Gott jeden einzelnen Aufgaben und Ziele fürs Leben gegeben hat. Man müsse in jeder Lebenssituation wissen, dass man von Gott ausgewählt ist und dieser einen durch Höhen und Tiefen, bei Rückschlägen und Enttäuschungen begleitet damit man nicht resigniert. An manchen Tagen läuft alles wie geschmiert, an anderen hingegen geht nichts zusammen, sagte der Bischof. Er ermunterte die Gemeinde, wenn letzteres der Fall ist und nichts zusammengeht, nicht aufzugeben. Ganz deutlich werde dies am Beispiel des 1. FC Nürnberg, dem Club, auch hier sei in den vergangenen Wochen und Monaten nicht viel zusammengegangen, deshalb musste man den bitteren Weg in die 2. Bundesliga antreten. Der Bischof bedauerte es, dass nicht ein einziger Club aus seiner Erzdiözese mehr im Oberhaus spielt, gibt aber die Hoffnung nicht auf, dass sich dies baldmöglichst wieder ändere.
In vielen Gesprächen mit Jugendlichen habe er erfahren müssen, dass diese nur wenig Hoffnung und Zuversicht haben. Er spende auch deshalb gerne die Firmung, damit die Kinder die große Gabe Gottes in sich haben und bewußter und zufriedener Leben können. Den Paten sagte er, dass sie einen Beitrag leisten müssen, dass aus den Firmlingen gute Christen werden und dass sie das Versprechen ernst nehmen. Zum Gelingen des feierlichen Firmgottesdienstes trug der Chor "Gemeinsangkeit" bei. Im Anschluss dankten die Firmling, welche auch die Fürbitten und die Gabenbereitung selbst durchführten, dem Bischof. Den Dankesworten schloß sich auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Bernd Daum an und lud zu einer Stunde der Besinnung bei Wein und Brot ein. (mw)
Bambergs Erzbischof Professor Dr. Ludwig Schick spendete am vergangenen Samstag insgesamt 63 Firmlingen aus Nordhalben und Tschirn durch die Handauflegung die Firmung. Mit im Bild Pfarrer Hans Martin und Kaplan Detlef Pötzl. Foto: Michael Wunder