Nordhalben: An einem nicht alltäglichen Wettkampf, fernab vom Pauschaltourismus, nahm der Mountainbiker Stefan Böhm in Italien teil. Normalerweise verbindet man mit dem Lago di Garda Sonne, Strand und Wassersport, nicht aber ein Mountainbikerennen über 110 km im schweren Gelände in den Bergen um Riva, welche eine stattliche Höhe von über 1500m über Meereshöhe erreichen. Diese lassen einem die Höhe doppelt so schwer erscheinen, da der See selber nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt und die erklommenen "Höhenmeter"(3530) um so kräftiger an den Waden nagen. All diese Fakten schreckten den Nordhalbener Stefan Böhm nicht davon ab an diesem Event teilzunehmen, welches als größtes seiner Art in Europa gilt. Im Gegenteil, nicht Abschreckung vor den zum Teil unmenschlichen Strapazen, sondern die Herausforderung ein ungewöhnliches Ziel zu erreichen waren seine Motivation. Vorbereitet hat sich der Zollbeamte auf diese Tour über Monate, dabei legte er einige tausend Kilometer auf seinem "Drahtesel" zurück, um bei dieser Veranstaltung im Ziel anzukommen und dabei auch noch eine gute Plazierung zu erreichen. Am Start in Arco fanden sich 2040 Starter aus ganz Europa und sogar einige aus Übersee ein, um diese berüchtigte Strecke "unter die Stollen zu nehmen". Böhm konnte vor allem in den Steigungen sein Können unter Beweis stellen und erfuhr sich einen hervorragenden 64. Platz, mit einer Zeit von knapp sechs Stunden. Diese gute Form konnte er auch beim Oberpfalzcup in Wüstenselbitz zeigen, wo er sogar Gesamtsieger bei den Herren wurde. (mw)