Nordhalben: Einen voll entwickelten Tintenfischpilz mit etwa 25 Zentimeter Durchmesser ist dieser Tage im Garten von Mario und Kerstin Neubauer zu bestaunen. Der in unserer Gegend äußerst seltene Schwamm ist in Australien beheimatet. Von dort wurden Spuren des Pilzes Anfang des 20. Jahrhunderts mutmaßlich mit Wollimporten als "blinde Passagiere" nach Europa gebracht. Der rote Fruchtkörper mit vier bis sieben lanzettförmigen gebogenen Armen bildet sich aus einem sog. Hexenei als Vorstufe zum fertigen Pilzkörper. Auf den scharlachroten Armen bilden sich die dunklen Pilzsporen. Der völlig genußuntaugliche Pilz verbreitet einen Aasgeruch.

Ein voll entwickelter Tintenfischpilz, der so selten ist, dass er unter Umständen nur alle 850 Jahre in Nordhalben ausschlägt. Foto: Michael Wunder