Nordhalben/Geroldsgrün: Vorwiegend um die Finanzen ging es bei der jüngsten Sitzung des Abwasserzweckverbandes Ölsnitz- Rodachtal, welche im Betriebsgebäude der Kläranlage stattfand. Wie der Verbandsvorsitzende Bürgermeister Helmut Ölschlegel ausführte, sei der Termin wegen des Einbaus der Rechenanlage zustande gekommen. Die Bauarbeiten sind derzeit voll am Laufen und man könne sich vor Ort von der neuen, 90 000 Euro teueren Anlage überzeugen. Zu schaffen macht den Arbeitern derzeit das schlechte Wetter mit den vielen Niederschlägen, welche umgeleitet werden müssen. Die Elektroinstallation werde durch ein örtliches Unternehmen provisorisch angeschlossen und nach der Isolierung des Rechnergebäudes fest installiert. Die Isolierarbeiten werden aus Kostengründen von den Klärwärtern in Zusammenarbeit mit den beiden Bauhöfen durchgeführt. Die Verbandsversammlung sprach sich dafür aus, dass Material bei einem Nordhalbener Unternehmer zu beschaffen. Auch die Elektrospeicheröfen für das Betriebsgebäude sind mittlerweile eingetroffen und werden vor Wintereinbruch eingebaut, informierte der Verbandsvorsitzende. Über verschiedene Angebote für das im Haushaltsplan vorgesehene Darlehen gab der Vorsitzende detaillierte Erläuterungen. Man einigte sich auf eine Laufzeit von zwölf Jahren und eine Zinsbindung von zehn Jahren. Den Zuschlag über 122 000 Euro bekam schließlich die Raiffeisenbank Berg, welche hier das günstigste Angebot unterbreitete. Einen Schaden von mehreren hundert Euro richtete ein Sturm an. Durch einen Baum wurden Zaun und Sicherheitsgeländer arg in Mitleidenschaft gezogen, sagte Ölschlegel. Lobend gab er eine von den Klärwärtern durchgeführte Reparatur des Rundräumers bekannt. Hier hat man mit geringen Mitteln eine zufriedenstellende Lösung gefunden, sagte der Bürgermeister. Im Vorklärbecken gibt es dagegen nach wie vor Schwierigkeiten. Über einen weiteren Defekt an einem Rührwerk informierte der Verbandsvorsitzende. Seitens der Geschäftsführung habe man über das Planungsbüro bereits reklamiert. Auch der Hersteller der Geräte wurde um Stellungnahme gebeten. Bei einem zusätzlichen Rührwerk, dass neu angeschafft wurde, griff man wegen der bekannten Probleme auf einen anderen Hersteller zurück. Zum Schluss der Sitzung zeigte der Verbandsvorsitzende noch Wege der Klärschlammentsorgung auf. Für die im Haushaltsplan vorgesehenen 30 000 Euro sollte, auch wenn man noch etwas "Luft" hat, ein Großteil des Schlamms entsorgt werden. Die Geschäftsführung erhielt die Vollmacht das Unternehmen mit dem wirtschaftlichsten Angebot zu beauftragen. mw
Im Einlauf der gemeinsamen Kläranlage der Gemeinden Geroldsgrün und Nordhalben wurde eine neue Rechenanlage eingebaut, womit die Vorreinigung weiter verbessert wird. Diese hochmoderne Anlage kostet den Bürgern der Gemeinde Nordhalben und Geroldsgrün 90 000 Euro. Die Maßnahme macht auch ein Isolieren des Gebäudes notwendig, welche von den Klärwärtern und den Bauhöfen in Eigenregie durchgeführt wird. Foto: Michael Wunder