– von Michael Wunder –
Nordhalben: Die kleine rote Kirche im Grund ist zweifelsohne das Wahrzeichen im größten Weiler der Gemeinde Nordhalben. Im Jahre 1924 setzten sich die protestantischen Einwohner, wegen der langen Fußwege nach Dürrenwaid und Geroldsgrün, verstärkt für den Bau einer Kirche ein. Ein Jahr später erfolgte bereits der Beschluss das Gotteshaus im Grund zu errichte, welches ein weiteres Jahr später bereits eingeweiht wurde. Zuvor hatte man lediglich einen Betsaal in der Stoffelsmühle zur Verfügung. Die Besiedlung im Grund war aber schon etliche Jahre vorher erfolgt. Der Standort, im Tal zwischen Nordhalben und Heinersberg, dürfe damals in erster Linie wegen des vorbeifließenden Wassers gewählt worden sein. Eine weitere Besonderheit ist der "Dreiherrenstein", welcher früher die Nahtstelle zwischen Bambergisch, Reußisch und dem Markgrafentum Bayreuth war. Einer alte Sage nach sollen an diesem Stein die drei Herren der genannten Gebiete gemeinsam gefrühstückt haben und dabei jeder der Herrschaften auf seinen Landstück gewesen seien. Bis zur Kriegszeit wurde dort auch geflößt, wobei der "Schwarze Teich" als Staudamm diente. Die aus Thüringen kommende Rodach dienst schon immer als Grenze. Früher gehört der Grund zum jetzigen Ortsteil Heinersberg mit Ausnahme eines Anwesens, welches über den Bach auf Nordhalbener Seite stand.
Spricht man vom nahe Nordhalben gelegenen Grund, ist immer auch das Wahrzeichen, die kleine Rote Kirche im Bilde. Foto: Michael Wunder