Nordhalben: Große finanzielle Anstrengungen waren auch im vergangenen Jahr notwendig, um den Vereinsbetrieb aufrecht zu erhalten. Wie Vorsitzender Marco Ziegler in der Jahreshauptversammlung des Luftsportclub Nordhalben feststellte, nahmen die Finanzen trotz einiger notwendiger Neuanschaffungen eine erfreuliche Entwicklung. Die aktiven Mitglieder haben großes Engagement gezeigt und man sei mit dem Geld vernünftig umgegangen, so Ziegler. Zuvor stellte der Vorsitzende das Flugplatzfest mit dem Urlaubsfliegen, die Fahrt zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung nach Berlin sowie das gut besuchte Weinfest in den Vordergrund seiner Ausführungen. Die Mitgliederentwicklung sei wegen acht Austritten (drei Sterbefälle konnten durch drei Neuaufnahmen ausgeglichen werden) rückläufig. Zum Jahresende waren 172 Mitglieder im Verein registriert. Die Modellfluggruppe, welche derzeit ohne Führung ist, bezeichnete der Vorsitzende als Sorgenkind. Voraussetzung hierfür sei jemand der genügend Zeit mitbringt, um sich dem Nachwuchs anzunehmen, sagte Ziegler. Erfreulich hingegen ist der Aufwärtstrend beim Segelfliegen. Nach den bestandenen Prüfungen der Schüler Freddy Burger und Tanja Hänel, ihnen fehlen lediglich noch die Streckenflüge, konnten drei neue Flugschüler gewonnen werden. Wie der Vorsitzende weiter berichtete, sei man um die Erweiterung des Flugplatzes in Titschendorf bemüht. Dort sollten neben den Segelflugzeugen auch Ultra- Light und Motorsegler die Möglichkeit des Starts und der Landung haben. Ein entsprechendes Gutachten sei eingeholt worden und die Anträge gestellt. Zur Entlastung der Unterstellhalle in Titschendorf werde man diese nach hinten erweitern. Die Baukosten hierfür sind mit 25000 Euro veranschlagt, wobei auch eine Küche und fest installierte Toiletten vorgesehen sind. Von einem technisch sehr guten Zustand der Flugzeuge berichtete Werkstattleiter Armin Meckel. Neben den alljährlichen Wartungen mussten nur einige kleinere Reparaturen durchgeführt werden, weshalb man sich bereits dem Nebengebäude der Unterstellhalle widmete. Angeschafft wurde ein neues Windenfahrzeug, welches den alten Aufbau erhielt, damit der Schlepp der Segelflieger sichergestellt ist. Von einer recht guten Flugsaison ließ Spartenleiter Segelflug Frank Kluge, der nicht persönlich anwesend sein konnte, berichten. Nachdem man zunächst wettermäßig nicht optimal gestartet war, boten die Wochenenden von Juni bis September gute Flugvoraussetzungen. Die Flugzeit konnte von den zwölf Piloten deshalb auch um mehr als das doppelte gegenüber dem Vorjahr gesteigerte werden. Vom nachlassenden Gemeinschaftssinn bei den Modellfliegern sprach Thomas Köstner. Es konnten trotzdem einige neue Modelle eingeflogen werden und den Hauptverein bei seinen Aktivitäten unterstützen. Mit der Anschaffung eines neuen Fallschirms und eines Rasentraktors nannte die Kassiererin Martin Hänel die größten Posten auf der Ausgabenseite. Trotzdem konnte ein Überschuss erwirtschaftet werden, was auch aus dem durchgeführten Passagierrundfügen resultiert. Die Kassenwartin wurde wie der gesamte Vorstand einstimmig entlastet, nachdem die beiden Kassenprüfer Peter Roth und Marco Schmeißner dies beantragten. "Es ist erstaunlich, wie es der Verein trotz großer Unkosten immer wieder aufs Neue schafft die finanzielle Situation zu meistern", sagte Bürgermeister Josef Daum. Er verwies auf den für Herbst geplanten "Tag der Vereine" in der Nordwaldhalle, wo sich die örtlichen Vereine der Allgemeinheit vorstellen können. Titschendorfs Bürgermeister Manfred Rank sprach von einem Anziehungspunkt der Region, welchen der Flugplatz mittlerweile darstelle. Die ablehnende Haltung mancher Stellen könne deshalb nicht ganz nachvollzogen werden, so Rank. mw