Tschirn: Das staatliche Bauamt Bamberg, Servicestelle Kronach, wies bei einem Ortstermin in Tschirn auf die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt (siehe beiliegende Grafik) hin. Demnach wird wegen umfangreicher Straßenbauarbeiten an der Kronacher Straße dieser Teilabschnitt ab der 18 Kalenderwoche für den gesamten Verkehr gesperrt, eine weiträumige Umleitung verläuft über Posseck und Teuschnitz oder als Alternative über Steinwiesen. Der Leiter der Servicestelle Kronach Thomas Pfeifer sagte, dass man damit eine der wichtigsten Staatsstraßen im Landkreis ausbaue und diese Maßnahme aufgrund der Topographie mit einer Stützkonstruktion des Hanges nur unter einer Vollsperrung möglich ist. Er bat die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die bis zum September dauernde Sperrung. Das Ausbaustück sei zwar nur 330 Meter lang und werde auf sechs Metern Breite ausgebaut, habe es jedoch in sich, sagte Pfeifer. Man habe sich bei der Hangbefestigung für das System "Bewährte Erde" entschieden, womit auch das Ortsbild bewahrt und keine Betonmauer notwendig wird. Sein Dank galt der Gemeinde für die im Vorfeld geleistete umfangreiche Arbeit und die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümern. Er betonte, dass nur im Miteinander diese für alle notwendige Maßnahme durchgeführt werden kann. Der Planer und Projektleiter Oliver Rühr wies auf die Fußgänger und Schulkinder hin, welche ungefährdet über die Pappelstraße laufen können. Walter Nüsslein, der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung, sagte, dass der Neubau eines Gehweges in diesem Bereich von Anfang an erste Priorität hatte. Aufgrund des zeitlichen Faktors habe man mittlerweile einige andere kleinere Maßnahmen vorgezogen, halte aber am Gehweg, der das größte finanzielle Projekt darstellt, fest. Bürgermeister Peter Klinger bezeichnete den Beginn der Baumaßnahme als einen historischen Tag für die Gemeinde Tschirn. Bereits vor 20 Jahren hat es Überlegungen gegeben, wie man in diesem Bereich eine ordentliche Verkehrsführung ermöglichen kann. Seit seinem Amtsantritt ist dies auch das größte Ziel seiner Tätigkeit hier eine Verbesserung zu erzielen. Nach dem ersten Bauabschnitt folge nunmehr mit etwas Verzögerung ein Meilenstein in der Geschichte von Tschirn. Man sei heilfroh, dass man trotz schwieriger Grunderwerbe speziell für die Sicherheit der Fußgänger einiges erreichen wird. Das starke Verkehrsaufkommen und die schweren Lastkraftwagen haben die Straße in einen miserablen Zustand versetzt, so dass der Ausbau unabdingbar sei. Sein Dank galt in erster Linie den einsichtigen Anliegern, welche die Lage erkannt und den entsprechenden Grund abgetreten haben. Gemeinderat Christian Roppelt sprach von einer vernünftigen Lösung, gegenüber den ersten Planungen habe man auf eine gigantische Stützmauer verzichtet, deshalb stehe auch seine Fraktion hinter der Maßnahme. mw

Rundum zufriedene Gesichter bereits vor Baubeginn des Ausbaus der Staatsstraße im Ortsbereich von Tschirn. Die Verantwortlichen wiesen beim Ortstermin vor allem auf die Vollsperrung hin, welche sich bis zum September hinstreckt. Foto: Michael Wunder