Nordhalben: Am morgigen Donnerstag gibt es für Radfahrer und Freunde des Radsports ein besonderes Highlight im Frankenwald. Dann nämlich durchquert die sechste Etappe der "Craft Bike Trans Germany" einige Gemeinden des Landkreises Kronach. Die Tour, aufgeteilt in acht Teilstücken, führt von St. Wendel nach Oberwiesenthal quer durch ganz Deutschland. Durch Wiesenlandschaften und zauberhafte Wälder über murmelnde Bäche und vorbei an Burgen, Schlössern und Städtchen mit Fachwerkhäusern führt diese Tour wo vom Profi- bis zum Hobby-Radfahrer alles vertreten ist. Bisher haben sich bereits über 600 Starter für die insgesamt 832 Kilometer lange Strecke, welche seit vergangenen Samstag bis zum kommenenden Wochenende stattfindet gemeldet. Dabei sind stolze 18200 Höhenmeter von West nach Ost zu überwinden. Leistung, Leidenschaft, die Natur und die Menschen in den Etappenorten prägen den Charakter dieses Rennens. Vom sportlichen Anspruch her ist die sechste Etappe welche von Oberhof nach Bad Steben durch den Landkreis Kronach führt sicherlich die Königsetappe, dies obwohl sie weder die Längste noch die mit den meisten Höhenmeterunterschied ist. Auf den Spuren Goethes geht es über den Rennsteig, einen alten Botenweg durch den Thüringer Wald. Zwar verläuft die Strecke immer etwa auf 800 Meter Höhe, die "kleinen" Anstiege und anspruchsvollen Wurzelpfade zehren jedoch an den Kräften. Ab der bayerischen Grenze führt die Strecke im Naturpark Frankenwald durch mehrere quer verlaufende Täler, welche durch den Landkreis Kronach bis nach Bad Steben führt. Dabei geht die Tour über die Schildwiesen nach Steinbach/W wo eine Verpflegungsstation vorgesehen ist. Über Reichenbach, Tschirn und Nordhalben, dort befindet sich am Skilift Fichtera eine weitere Verpflegungsstation, verlassen die Fahrer den Landkreis in Richtung Bad Steben. Um die Mittagszeit werden die ersten Teilnehmer, welche in zweier Mannschaften starten, in Tschirn und kurze Zeit später in Nordhalben erwartet. Sowohl in Tschirn, wo man den gesamten Ort durchquert, als auch in Nordhalben gibt es für die Zuschauer gute Gelegenheiten die Fahrer anzufeuern. Der kontinuierliche Anstieg an der Skiabfahrt dürfte neben dem attraktiven Stück am Bahnsteig die beiden interessantesten Punkte in Nordhalben sein. Die Gemeinde Nordhalben wird zusammen mit den örtlichen Vereinen deshalb neben der vom Veranstalter getragenen offiziellen Verpflegung auch Kuchen und Getränke reichen. Direkt an der Skihütte werden auch Zelte für die Zuschauer aufgebaut, um das sich auseinander ziehende Feld bis zum Ende bestaunen zu können. Im Ortsbereich werden verschiedene Nebenstraßen am Nachmittag gesperrt werden, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. (Die Nordhalbener Bevölkerung mit darüber mit einem Flugblatt noch informiert.) Weiterhin besteht für Zuschauer die Möglichkeit sich am Emlichsweg einzufinden, der jedoch nur von der Bahnhofstraße her zu begehen ist, um die "Weltelite" zu bewundern. Gespannt wird man dann auch auf den beiden regionalen Mannschaften, dem "Team Bad Steben" (Jasmin Erhardt aus Kronach und Birgit Schnapp aus Bamberg) sowie dem "Team Frankenwald" (Peter Erhardt aus Kronach und Frank Müller aus Kulmbach) sein. Unser Mitarbeiter Michael Wunder, der die Tour durch den Frankenwald mitfahren wird, hat sich bereits im Vorfeld intensiv mit der Strecke beschäftigt und diese bereits einige Mal hinter sich gebracht. "Sollte das Wetter mitspielen wird es sicherlich auch für die Zuschauer an der Strecke eine interessante Sache werden", sagte Michael Wunder. Er sieht darin auch eine gute Werbung für den Frankenwald. Die Tagesergebnisse, Zeittabellen sowie die Strecke können im Internet unter Radsport-Frankenwald.de nachgelesen werden. mw

Wenn die Radfahrer hier in Nordhalben ankommen haben sie nicht nur die Tagesstrecke von bis dahin rund 100 Kilometern in den Knochen, sondern sitzen bereits am sechsten Tag im Sattel. Unser Mitarbeiter Michael Wunder bezeichnet dabei den kontinuierlichen Anstieg von der ehemaligen Fichteramühle zum Skilift als die "Ochsentour", welche aber die durchtrainierten Fahrer mit Leichtigkeit nehmen.