Nordhalben: Der VdK hat sich im Landkreis Kronach hervorragend entwickelt – dies stellte Kreisvorsitzender, Landtagsabgeordneter Heinz Hausmann bei einer Mitgliederversammlung in Nordhalben fest. Der Landkreis Kronach sei in Bayern die Nummer Eins, wenn es um den Mitgliederzuwachs geht. Auch in Nordhalben, so Hausmann, sei ein deutlicher Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Es müsse deshalb oberstes Ziel sein, die Aktivitäten vor Ort wieder anzukurbeln. Seit dem Rücktritt des 1. Vorsitzenden Dieter Müller sei es im Ortsverband Nordhalben ziemlich ruhig geworden.
Der ehemalige Vorsitzende Georg Ströhlein, der auch zur Versammlung eingeladen hatte, begrüßte den Kreisvorsitzenden und den Geschäftsführer in Nordhalben. Er plädierte für die Wahl einer neuen Vorstandschaft, damit es im Ortsverband auch mit den Veranstaltungen wieder nach oben geht. Er bedauerte, dass vor allem die jüngeren Leute, welche ein nicht unwesentlicher Teil des mittlerweile 112 Mitglieder starken Ortsverbandes sind, der Einladung fern geblieben sind. Kreisvorsitzender Hausmann sagte, man habe im Landkreis in den vergangenen fünf Jahren die Mitgliederzahl von 2700 auf fast 5000 ausbauen können. Hier in Nordhalben stehen viele junge Leute auf der Liste eines starken Ortverbandes und es müsse deshalb möglich sein, dass Vereinsleben wieder voranzutreiben. Er erinnerte an die schwere Zeit als im Jahr 1948 der Ortsverband Nordhalben gegründet wurde. Immer wieder hat der VdK das Netz der sozialen Sicherung angestoßen. In nur 100 Jahren haben sich die Lebenserwartungen verdoppelt, sagte Hausmann. Er wies auf die Notwendigkeit der Sozialverbände hin, welche die Interessen der Mitglieder zu vertreten haben. Er bezeichnete das Krankenversicherungssystem in Deutschland als das Beste der Welt, wobei der Abgeordnete durchaus noch Einsparungsmöglichkeiten sah um auch künftig das Notwendigste zu gewährleisten. Die Menschen können sich allein nicht durch den Paragraphendschungel kämpfen, deshalb stehen in den Geschäftsstellen leistungsfähige Fachleute zur Verfügung, so der Kreisvorsitzende. Im Interesse aller Mitglieder rief er deshalb zu mehr Aktivitäten auf, um in die "Fußstapfen" der Älteren zu treten. Die Vorteile der neuen Kreisgeschäftsstelle führte Geschäftsführer Peter Pehr auf. Besonders hob er das neue Grundsicherungsgesetz hervor. Allein im Bereich der LVA Bayreuth wurden deshalb 180 000 Formulare an Personen mit weniger als 840 Euro verschickt. Es folge dann aufgrund dieser Anträge eine Prüfung, wer denn wirklich anspruchsberechtigt sei. Der neu zu wählenden Vorstandschaft sagte er die Hilfe des Kreisverbandes zu. Als Mitglieder des Wahlausschusses stellten sich Kreisvorsitzender Heinz Hausmann, sein Stellvertreter Horst Trebes und Kreisgeschäftsführer Peter Pehr zu Verfügung. Nachdem sich aus der Versammlung kein Vorsitzender fand, erklärte sich Kreisvorsitzender Heinz Hausmann bereit das Amt kommissarisch zu übernehmen. Als Kassier und Schriftführer wurde Germar Müller einstimmig gewählt. Ebenfalls einstimmig wurden auch die Beisitzer Georg Ströhlein, Stefan Will, Dieter Knauer, Annemarie Köstner und Agathe Michel gewählt. Diese sollen in nächster Zukunft versuchen weitere Mitglieder zu aktivieren und in einem weiteren Schritt soll wieder ein kompletter Vorstand gebildet werden. 2. Bürgermeister Michael Wunder war erfreut über den erneuten Anstoß die Aktivitäten vor Ort zu beleben und sah in der Neuwahl einen gewissen Teilerfolg. Es wäre wichtig, so Wunder, in einem so starken Sozialverband einen Ansprechpartner vor Ort zu haben. Er dankte Kreisvorsitzenden Heinz Hausmann für die kommissarische Leitung des Ortsverbandes und sein Engagement für Nordhalben auf verschiedenen Ebenen. (mw)