Wilhelmsthal: In einer Gemeinschaftsaktion will die Gemeinde Wilhelmsthal und der Markt Marktrodach die Verkehrsteilnehmer „gut über den Berg bringen“. Man ist fest entschlossen die schon längst überfällige Sanierung an der Verbindungsstraße Roßlach nach Zeyern anzugehen. Jetzt müssen noch einige formelle Hürden für die bereits durchgeführte Ausschreibung aus dem Weg geschafft werden, dann kann es bald losgehen, um die aufwändige Maßnahme noch in diesem Jahr abschließen zu können. Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) sagte, dass drei leistungsfähige Firmen ihr Angebot abgegeben haben. Roman Schuberth vom Planungsbüro IVS gab ausführliche Erläuterungen zum Submissionsergebnis. Sein Büro zeigt sich für die technisch aufwändigere Wilhelmsthaler Seite mit den Serpentinen verantwortlich. Auf der Marktrodacher Seite seien die Kollegen vom Büro HTS verantwortlich. Für die Durchführung habe man sich jedoch auf eine gemeinsame Ausschreibung verständigt. Beim ersten Ergebnis sei die Firma Glöckle mit rund 3,2 Millionen, was für jede Gemeinde rund 1,6 Millionen bedeuten würde, die günstigste gewesene. Es folgten die Firmen Strabag rund 3,7 Millionen und die Firma Rädlinger mit rund 4,2 Millionen, beide mit Nebenangeboten, was ihre Summen nach unten drückt. Weil das Hauptangebot des günstigsten Angebots über zehn Prozent günstiger ist als der folgende Anbieter, muss man es nochmals einer Prüfung unterziehen. Man habe die Firma mit Frist 2. April aufgefordert die unterdeckten Einheitspreise zu erklären. Sollte dies plausibel geschehen, wird die Firma Glöckle die Baumaßnehme durchführen, ansonsten hänge es von den Nebenangeboten der Mitbewerber ab. Unter Umständen müsse man dann Abstimmungsgespräche mit dem Fördermittelgeber und der Vergabestelle führen, was dem Baubeginn verzögern kann. Um nicht weitere Verzögerungen in Kauf nehmen zu müssen, wurde, wie in der Nachbargemeinde die Bürgermeisterin beauftragt nach Klärung der Sache den Auftrag zu vergeben. Weiterhin sollen im Zuge der Baumaßnahme im Bereich Roßlach/Remschlitz drei weitere Straßenleuchten durch Bayernwerk errichtet werden. Die Kosten belaufen sich auf 11.667 Euro.
Der Gemeinderat stimmte dem Honorarangebot des Ingenieurbüros SRP aus Kronach für die Erneuerung der Abwasserkanäle im Bereich Schloßacker im Ortsteil Hessebach (Leistungsphase 1 bis 5) in Höhe von 32.686 Euro zu. Parallel zur Aufstellung des Bebauungsplanes und der Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes für das neue Feuerwehrgerätehaus gab es weitere Vergaben zur Variantenuntersuchung, Vermessung und der Baugrunduntersuchung.
Info Box:
Keine Einwände gab es gegen den Bauantrag von Andreas und Lisa Maria Lasser auf Effelter zum Ausbau des Dachgeschosses und Aufbau einer Schleppdachgaube am bestehenden Wohnhaus.
Die Gemeinde verzichtet auf die Inanspruchnahme einer Kreditermächtigung aus dem Haushaltsjahr 2025. Für die Stabilisierungshilfe stellt man für das laufende Jahr wieder einen Antrag zur Schuldentilgung und Investitionshilfe.

Die dringend notwendige Sanierung der Ortsverbindungsstraße von Roßlach nach Zeyern soll auch die Situation bei den Serpentinen verbessern. Foto: Michael Wunder