Nordhalben: Die vielen Anstrengungen bei der 2. Gewerbe- und Leistungsschau wurden wie im vergangenen Jahr mit einem zahlreichen Besuch belohnt. Neben den etwa 50 Ausstellern der verschiedensten Branchen sowohl in der Nordwaldhalle als auch im Außenbereich gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm für Jung und Alt.
Bei der Eröffnung sagte Nordhalbens Bürgermeister Josef Daum, dass man erkannt habe dass die Probleme nur vor Ort gelöst werden können. Er bedauerte, dass sich unter der großen Anzahl von Ehrengästen kein Vertreter des Landtags oder des Bundestags befand. Dies, so Daum, sei für die Gemeinden des Oberen Rodachtals jedoch ein weiterer Ansporn, um sich der anstehenden Probleme vor Ort zu stellen. Er dankte den beteiligten Firmen für ihr Mitwirken und für die Demonstration der Leistungsfähigkeit der Region. Künftig will man diese Gewebeschau in zweijährigem Turnus durchführen. Kernteamsprecher Wieland Beierkuhnlein dankte in erster Linie dem Regionalmanager Willi Fehn für die Fördermittel welche in das Projekt fließen. Auch tragen viele "Künstler" und Musikkapellen, die sich in eindrucksvoller Weise präsentieren, zu einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm bei. Er wies auf die Wichtigkeit der örtlichen Wirtschaftsbetriebe hin, welche nicht als Steuerzahler für die Allgemeinheit ihre Dienste leisten. In Zukunft gelte es noch engagierter ans Werk zu gehen. Speziell dem Rohstoff Holz, der im Frankenwald in Hülle und Fülle vorhanden ist, müsse man besser nutzen. Darüber hinaus gelte es den Tourismus weiter auszubauen und eine familienfreundliche Region zu schaffen. "Wenn es uns gelingt die Menschen zu überzeugen und diese erkennen, dass mit Leistung etwas zu erreichen ist, haben wir die wichtigste Botschaft übermittelt", sagte Bürgermeister Gerhard Wunder aus Steinwiesen. Er wies auf das bisher erreichte im Projekt "Lebensqualität durch Nähe" (LQN) hin. Dabei habe man mit dem Nordic- Walkin Zentrum einen Meilenstein erreicht. Landrat Oswald Marr, der den Prozess der kommunalen Kooperation von Beginn an unterstützt, sagte, dass man mittlerweile auch die Skeptiker von diesem Projekt überzeugt hat. Es gelte verstärkt regionale Prozesse im Gang zu halten und sich an die Wirtschaftskreisläufe vergangener Tage zu orientieren. "Wir kaufen bei uns, muss bei jeder Anschaffung die erste Überlegung sein", sagte der Landkreischef. Als "Superprojekt" bezeichnete der Vorsitzende von Kronach Creativ Rainer Kober die Aktion LQN. Es müssten aber immer wieder Ziele und Perspektiven aufgezeigt werden, um Ansporn für weitere Aktivitäten zu geben. Im Namen der Raiffeisenbank, welche das Projekt mit initiiert hat, überreichte Helmut Kuhnlein ein Geldgeschenk. In Zusammenarbeit führten die drei Kommunen eine gemeinsame Tombola durch, wobei sich die Gemeinderäte für den Losverkauf verantwortlich zeigten. Die Mitarbeiter des kath. Kindergartens Nordhalben führten eine Kinderbetreuung durch, während sich Eltern bzw. Großeltern die Schau zu Gemüte führten. Erstmals war auch die Agentur für Arbeit in Kronach zugegen, um mit den Arbeitgebern über anstehende Probleme zu sprechen, Kontakte zu knüpfen und um für Ausbildungsplätze zu werben. mw
Nicht nur ein Schreiner kann Frauen glücklich machen, offensichtlich sind die jungen Damen auch vom Dachdeckerhandwerk begeistert. Foto: Michael Wunder
Holz- und Hackschnitzelheizungen sowie Peletsheizungen standen bei der Firma Schuberth Heizung und Installation aus Nordhalben im Fokus des Standes. Foto: Michael Wunder