Wilhelmsthal: Die Planungen für den Bau des neuen Feuerwehrhaus in Wilhelmstal machen weitere Fortschritte. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag stellte Planer Norbert Köhler vom Büro IVS die eingegangenen Stellungnahmen vor. Der Flächenverbrauch sei nicht wegzudiskutieren. Grenzabstände werden eingehalten, landwirtschaftliche Zufahrten seien nicht betroffen. Keine Berührungspunkte gibt es mit dem Schulbusverkehr. Parallel wird zum Bebauungsplan auch der Flächennutzungs- und Landschaftsplan aufgestellt.

Ohne Gegenstimmen wurde auch die Haushaltssatzung 2026 beschlossen. Geschäftsleiter Mario Kotschenreuther stellte den Räten das Zahlenwerk vor. Der Haushaltsplan spiegelt sich mit einer Gesamtsumme von 15,3 Millionen Euro in zwei ziemlich gleichgroße Teile, den Verwaltungs- und Vermögenshaushalt wider. Als Haupteinnahmen im Verwaltungshaushalt nannte Kotschenreuther den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (2,13 Mio. €), die Schlüsselzuweisungen (2,06 Mio. €) und die konservativ geschätzte Gewerbesteuer mit 700.000 Euro. Auf der Ausgabenseite steht die Kreisumlage mit erstmals über zwei Millionen (2,04 Mio. €) ganz oben. Für die beiden Kindergärten in Steinberg und Wilhelmsthal sowie die Gastkindergärten ist knapp eine Million (995.000 €) vorgesehen. Schulverbandsumlage und Schülerbeförderung schlagen mit einer weiteren guten halben Million Euro zu Buche. Ein von großer Dynamik bestimmter Haushalt lasse eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 502.261 Euro zu. Damit erreicht man eine „freie Spitze“ von 380.464 Euro für Investitionen. Als das Herzstück der Planungen nannte der Geschäftsleiter den Vermögenshaushalt mit Breitbandausbau (1,559 Mio. €) sowie den Straßenbau bei Roßlach. Dort soll der Ausbau der Orts- und Gemeindeverbindungsstraße mit Gesamtkosten von 2,74 Millionen bei einer guten Förderung in diesem Jahr vollzogen  werden. Um viele weitere vorgesehene Maßnahmen verwirklichen zu können, sei eine Kreditaufnahme von 781.702 Euro vorgesehen. Man übersteigt damit die Millionengrenze wieder deutlich. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt jedoch mit 485 Euro weiterhin im vertretbaren Rahmen. Der Finanzplan wird fortlaufend geführt, die dauernde Leistungsfähigkeit sei durchgehend gewährleistet, sagte der Geschäftsleiter. Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) sprach von einer „Wahnsinnssumme“, die im größten Haushalt seit Jahren wiederzufinden sei. Der Gemeinderat nahm das Honorarangebot des Ingenieurbüros IVS für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Roßlach nach Zeyern und ein Teilstück der Ortsstraße Eichleite an.

Dem vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vorgelegten Jahresbetriebsplan über die Gemeindewaldbewirtschaftung nahm man zur Kenntnis und genehmigte diesen. Die Bürgermeisterin informierte die Räte noch über die weiteren Planungen in Sachen Neubau des Feuerwehrhauses sowie über die Instandsetzung der Gemeindeverbindungsstraße von Roßlach nach Zeyern.

Info Box:
Das Ergebnis der Jahresrechnung 2025 wurde zur Kenntnis gegeben. Der Gesamthaushalt hat ein Volumen von 9.648.938 Euro. Die allgemeine Rücklage beträgt 833.042 Euro.

Keine Einwände gab es gegen die Baupläne von Rainer Kurt Wänke (Anbau an die bestehende Fahrzeughalle in Gifting), Florian Wachter (Umbau eines Einfamilienhauses in ein Dreifamilienhaus und die Errichtung von Dachgauben in Steinberg) sowie von der Müller Immobilien- und Grundstücksverwaltung GmbH (Neubau eines geschlossenen Carports in Steinberg).

Bestätigt wurde der gewählte Kommandant der Feuerwehr Lahm Dominic Wicklein und sein Stellvertreter Daniel Eidelloth.  

Für die Anschaffung einer Industrie-Spülmaschine erhält die Vereinsgemeinschaft Steinberg einen Zuschuss von maximal 1.231 Euro. Sie wird für die Mehrzweckhalle in Steinberg benötigt.