Steinwiesen: Alle Teilnehmer des Spatenstichs beim Tourismushaus "Oberes Rodachtal" sprachen von einem schönen Tag, dabei war in erster Linie nicht nur vom Wetter, welches sich auch von seiner besten Seite zeigte, die Rede, sondern vielmehr vom Projekt "Lebensqualität durch Nähe" (LQN). Vom neuen Informationszentrum in unmittelbarer Nähe des Erlebnisbades erhofft man sich vorwiegend für den Tourismus neue Impulse. Wie der örtliche Bürgermeister Gerhard Wunder eingangs sagte, sei nach Jahren der Vorbereitung nunmehr die Planung mit der eingehenden Förderung abgeschlossen. Die Standortfrage, ursprünglich wollte man in Erlabrück, am "Eingang" zum Oberen Rodachtal dieses Haus errichten, habe einiges an Zeit gekostet. Erfreut sei man vor allem, dass die beiden größten Gewerke, nämlich die Erdbauarbeiten wie auch die eigentliche Herstellung des Gebäudes, an heimische Firmen vergeben werden konnten. Die restlichen Arbeiten, im Umfang wesentlich geringer, könnten in freier Vergabe beauftragt werden. Parallel zum Bau werde man auch ein Nutzungskonzept erstellen, um die Räume mit "Leben zu erfüllen". Peter Hänel, der Bürgermeister aus Wallenfels, sagte, dass der Schwerpunkt des Fremdenverkehrs durch das Hotel in Steinwiesen liegt, deshalb können auch die beiden anderen Gemeinden mit dem Standort leben. Er bezeichnete die Gründung des gemeinsamen "Tourismusverbandes" als einen Meilenstein in der Geschichte des Oberen Rodachtals. Josef Daum aus Nordhalben war der Meinung, dass man mit dem Bauwerk ein sichtbares Zeichen nach außen setzt. Die etwas zum erlahmen gekommene Arbeit im Projekt LQN soll dadurch neue Impulse bekommen und die Mitglieder Kraft aus der Maßnahme schöpfen. Auf die hohen Qualitätsfaktoren, speziell bei der Tourismusinformation ging der Geschäftsführer von Frankenwald Tourismus Stefan Fredlmeier ein. Er bewertete es als positives Zeichen indem man die Kräfte bündelt und gemeinsam die Aufgaben angeht. Regionalmanger Willi Fehn sprach von einer guten Ausstrahlung, rechtzeitig habe man im Oberen Rodachtal erkannt, dass man mit dem "Alleinkämpfertum" nicht weiter kommt. Zum geplanten Bauablauf sagte der Planer Dipl. Ing. Kersten Schöttner, dass spätestens im September mit der Einweihung zu rechnen sei. Gerhard Wunder nannte schließlich nochmals die geplanten Baukosten von 349.000 Euro, wovon 299.000 Euro zuwendungsfähig sind. Mit Mitteln vom Land Bayern, der Europäischen Union und der Oberfrankenstiftung komme man auf rund 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten. Der Rest wird von den Gemeinden Steinwiesen (70 Prozent) sowie dem beiden Kommunen Wallenfels und Nordhalben mit jeweils 15 Prozent getragen. mw
Neben den Kommunalpolitkern waren auch die Verantwortlichen des Projekts Lebensqualität durch Nähe und des Tourismusbereichs über den Spatenstich des neuen Gebäudes erfreut. Foto: Michael Wunder