Effelter: Während man sich am ersten Festwochenende in der Effelter Mühle den Festlichkeiten anlässlich der erstmaligen Urkundlichen Erwähnung vor 500 Jahren widmete, stand am vergangenen Sonntag die "Arbeit" auf dem Programm. Zunächst stellte der Vorsitzende des Fördervereins Dekan Peter Hennings die am Eingang zur Mühle installierte Info Station vor. Dort können Besucher künftig die Geschichte rund um die Mühle elektronisch abrufen. Über einen Bildschirm mit Touch- Screen werden über verschiedene Programme Hinweise zur Effelter Mühle bereitgestellt. Anschließend nahm Hennings das durch die beiden Heimwerker Otto Schnappauf und Stefan Reif gebaute Modell der Effelter Mühle offiziell in Betrieb. In mehrjähriger aufwendiger Kleinarbeit haben sie ein Modell der Mühle gebaut, welches mit einem "Mini Gatter" ausgerüstet ist. Dadurch ist es auch möglich die Abläufe eines Sägewerks mit dem Modell darzustellen. Wie dies in früheren Zeiten in der Mühle geschah, demonstrierten einige ehemalige Arbeiter. Die älteren Herren brachten dabei zunächst die bereits auf Länge zugeschnittenen Stämme mittels Floßhacken in den Floßteich. Mit einer Winde wurden die Stämme anschließend zum Gatter gebracht. Dort wo vorwiegend die Mechanik zum Einsatz kommt, werden auch den Bäumen Balken und Bretter geschnitten, welche anschließend noch nachbehandelt werden. Zum Abschluss des Nachmittags, bei dem Kaffee und Kuchen, sowie eine deftige Brotzeit angeboten wurde, berichteten die "Schneidmüller" noch über ihre früheren Tätigkeiten in der Mühle. Unter der Moderation von Klemens Löffler wussten die Arbeiter auch die eine oder andere Anekdote aus ihrem langen und harten Berufsalltag zu berichten. mw
Die alten Schneidmüller kehrten zum Jubiläumsfest an ihre alte Wirkungsstätte zurück und zeigten, wie in früheren Jahren dort das Holz aufbereitet wurde. Foto: Michael Wunder
Der Vorsitzende des Fördervereins Effelter Mühle Dekan Peter Hennings nahm das Modell der Mühle durch einen Knopfdruck in Betrieb. Foto: Michael Wunder