Frank Zimmermann mit dem Staatlichen Ehrenzeichen ausgezeichnet

Nordhalben: Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nordhalben, die im "Haus des Gastes" in Anwesenheit vieler Ehrengäste stattfand, bildete einen würdigen Rahmen für die Ehrung des langjährigen aktiven Feuerwehrmannes Frank Zimmermann. Für 25 jährige aktive Dienstzeit wurde er vom stellvertretenden Landrat Joachim Doppel und Kreisbrandrat Peter Endres mit dem Staatlichen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Doppel dankte der regsamen Nordhalbener Wehr für die großartige Leistung an 365 Tagen im Jahr.
– von Michael Wunder –
Der Freistaat wisse die Arbeit der Wehrmänner zu schätzen, sagte Doppel im Hinblick auf die durch Gesetz geschaffene Ehrung. Der Hauptfeuerwehrmann Frank Zimmermann habe bereits frühzeitig die Funkausbildung in der Feuerwehr mitgemacht. Auch zählt er zu einem der ersten Atemschutzgeräteträgern, sagte der Stellvertreter des Landrates, der auch die Grüße des Landrates und des Kreistages überbrachte. Frank Zimmermann habe stets an den Ausbildungen teilgenommen und alle Leistungsabzeichen absolviert. Neben einer Vielzahl von vereinsinternen gesellschaftlichen Veranstaltungen waren die Feuerwehrmänner auch bei anderen Anlässen vertreten, sagte 1. Vorsitzender Marco Schultes in seinem Rechenschaftsbericht. Die Feuerwehrfeste in Hirschfeld, Wickendorf, Haßlach und Marienroth wurden mit unterschiedlich starker Mannschaft besucht. Nicht zufrieden zeigte sich der Vorsitzende mit dem Besuch der Maiwanderung und der Weihnachtsfeier. Aufgrund der Vielzahl von Weihnachtsfeiern will die Feuerwehr diese in diesem Jahr als eine Jahresabschlußfeier veranstalten. Besser war der Besuch beim Kameradschaftsabend, wo man auch wieder langjährige Aktive und Vereinsmitglieder auszeichnen konnte. Auch das Ferienprogramm wurde wieder zu einem tollen Erfolg, berichtete der Vorsitzende. Nach einem etwas ruhigeren Vereinsjahr will man mit mehr Schwung das neue Jahr beginnen, führte Marco Schultes aus und er hofft auf zahlreiche Beteiligungen bei den Veranstaltungen, welche in der Vergangenheit nicht so gut besucht wurden. Schultes dankte den Wehrmännern und der Führungsmannschaft für die tatkräftige Unterstützung.
Der Kommandant Wolfgang Ströhlein ließ das abgelaufene Jahr Revue passieren. Die 30 getätigten Einsätze reichten von Verkehrsunfällen, der Beseitigung von Sturmschäden bis hin zu einer Brandbekämpfung. Die Absicherung und Verkehrsregelung mehrerer Veranstaltungen der örtlichen Vereine gehörte ebenso wie das Auspumpen von Kellern zu den anfallenden Aufgaben. Von den 60 Aktiven wurden 13 Übungen nach Dienstplan durchgeführt. Der Gesamtmitgliederstand der Wehr wurde von Wolfgang Ströhlein mit 170, davon 67 Vereinsmitgliedern angegeben.
Die vom Kommandanten vorgelegte Statistik sagt weiterhin aus, dass bei den Einsätzen 276 Feuerwehrdienstleistende 547 Stunden im Einsatz waren und weitere 40 Stunden Bereitschaftsdienst hinzukamen. Nicht eingerechnet sind dabei die Übungen, Lehrgänge und sonstige Einsätze. Der neue Adjutant Daniel Pöhnlein legte den vorgeschriebenen Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" an der Landesfeuerwehrschule in Würzburg mit Erfolg ab. Ebenfalls mit sehr guten Ergebnissen schlossen die Wehrmänner Michael Adler, Andreas Kuhnlein, Rainer Schmid, Wolfgang Ströhlein und Kai Witurka die "Fahrzeugmaschinisten- Ausbildung" ab und Stefan Porzel, Timo Schnura, Michael Wachter, Stefan Wachter und Matthias Wunder bestanden die "Truppführer- Ausbildung". Timo Schnura hob sich dabei als bester Teilnehmer des Landkreises Kronach hervor. Den "Schiedsrichter- Lehrgang" für die Berechtigung zur Abnahme von Leistungsprüfungen unterzog sich Kommandant Wolfgang Ströhlein. Auch die Mannschaftsausbildung vor Ort wurde wieder durchgeführt. So stellten sich jeweils zwei Gruppen der Technischen Hilfe – Leistungsprüfung sowie der Wasser – Leistungsprüfung. Wobei mit Matthias Pöhnlein ein Feuerwehrkamerad die Endstufe 6 erreichte. Auch die Plazierung beim 2. Bezirksleistungsmarsch für Erwachsene in Oberfranken brachte mit Platz 17 und Platz 45 bei über 80 gewerteten Gruppen den erhofften Erfolg. Ersatz- und Neuanschaffungen bezogen sich auf Ausrüstungen und Sicherheitsbekleidung für die Wehrmänner. Aus Eigenmitteln habe man sich den lang gehenden Wunsch eines beleuchteten Parkplatzes am Übungshof erfüllt. Auch wurde eine gebrauchte TS 8 günstig erworben um Ersatzteile für die Tragkraftspritze aus dem Jahre 1962 zu bekommen. Dank großartiger Leistungen der Gerätewarte konnten die beiden Fahrzeuge LF-8 und TLF-16 die TÜV Plakette mit geringen Mängeln erhalten. In den nächsten Jahren müsse man sich ernsthafte Gedanken über die Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeug (BJ 1973), der Tragkraftspritze (BJ 1962) und der acht Atemschutzgeräte machen. Lobend hob der Vorsitzende das Wirken der Aktiven bei Einsätzen hervor, der Übungsbesuch ließ dagegen manchmal zu Wünschen übrig, kritisierte der Kommandant auch seine Schützlinge. "Nur wer regelmäßig übt, garantiert eine starke Leistung im Einsatz" rief er den Wehrmännern die Notwendigkeit von Übungen ins Gedächtnis. Künftig, so wurde mit großer Mehrheit beschlossen, wird bei unentschuldigten Fernbleiben von Übungen ein Betrag von zwei Euro für die Kasse eingezogen. Einstimmig wurde das von Herbert Keim vorgelesene Protokoll und der Kassenbericht von Ludwig Köstner angenommen. Die Prüfer Mario Ströhlein und Michael Wunder bestätigten vorher eine ordnungsgemäße Führung der Kassengeschäfte.
Jugendleiter Martin Simon berichtete, dass mit Benjamin Kübrich, Dominik Kübrich und Pascal Pöhnlein drei Jugendliche neu in die Jugendgruppe aufgenommen, gleichzeitig aber auch drei an die aktive Wehr abgegebenen wurden. Zwei Jugendliche haben bedauerlicher Weise der Nachwuchsmannschaft auch den Rücken gekehrt. Zehn Jugendliche nahmen am Kreiszeltlager mit Leistungsmarsch in Teuschnitz teil, wo man den 12. Platz von 35 teilnehmenden Gruppen erreichen konnte, berichtete der Jugendleiter.
Beim Wissenstest wurde zweimal Bronze, dreimal Silber und zweimal Gold erreicht. Hoch gelobt wurde auch der Übungsbesuch des Nachwuchses, denn man konnte fast immer auf die gesamte Mannschaft zählen.
Dank und Anerkennung gab es auch von Kreisbrandrat Peter Endres. Er dankte dem Geehrten Frank Zimmermann für die Verantwortung, welche er für die Wehr übernommen hat. Wie er den Berichten entnehmen konnte, bereiten die Übungsbesuche teilweise Sorgen. Er apellierte deshalb an die Mannschaft gemeinsam Stärke zu zeigen und die Übungen zahlreich zu besuchen, denn nur dann könnten neue Aufgaben "verfestigt" werden. Sein Dank galt der "wichtigsten Person" der Wehr, dem Kommandanten Wolfgang Ströhlein, der sich auch im vergangen Jahr wieder voll für die Wehr einsetzte. Von einem guten Verhältnis der Feuerwehr mit der Gemeinde berichtete Bürgermeister Josef Daum. Erfreut zeigte sich dieser vor allem über die Jugend, welche sich fleißig am Feuerwehrwesen beteiligt hat. Mit der 850 Jahrfeier der Marktgemeinde im Jahr 2004 stehe eine große Herausforderung an, wobei die Mithilfe aller gefragt ist. Über den Stand der Vorbereitungen dieser Feier berichtete Organisator Rudolf Ruf. Grußworte überbrachten Kreisbrandmeister Hans Joachim Maier, Michael Wunder von der Rot Kreuz Bereitschaft, Horst Hartenstein von der Feuerwehr Heinersberg und Günter Donth von der Feuerwehr aus Wurzbach.
Auch eine Reihe von Beförderungen standen an, welche Kommandant Wolfgang Ströhlein vornahm: zum Oberfeuerwehrmann wurden Matthias Wunder, Michael Wunder II und Michael Wachter, zum Hauptfeuerwehrmann Martin Deckelmann, Rene Döhler, Swen Hänel und Sven Stumpf, zum Löschmeister Marco Schultes und Thorsten Schuberth sowie zum Hauptlöschmeister Daniel Pöhnlein befördert. Die Ärmelstreifen für 10 jährigen Dienst konnte Lars Büttner, für 20 Dienstjahre Michael Braun, Jürgen Hänel, Jörg Niedner, Reiner Ölschlegel, Erwin Ströhlein, Helmut Ströhlein, Wolfgang Ströhlein und Manfred Truch in Empfang nehmen. Bereits seit 30 Jahren versehen Dieter Hornfeck, der ehemalige Kommandant Ralf Mohr und Richard Werner aktiven Dienst in der Nordhalbener Wehr. (mw)

Das Staatliche Ehrenzeichen für 25- Jahre aktiven Feuerwehrdienst konnte in der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nordhalben Frank Zimmermann (Bildmitte mit Urkunde) in Empfang nehmen. Unser Bild zeigt den Geehrten mit v.l. stellv. Kommandant Daniel Pöhnlein, Kreisbrandrat Peter Endres, Kommandant Wolfgang Ströhlein, 2. Vorsitzenden Thomas Seidl,
stellv. Landrat Joachim Doppel, Kreisbrandmeister Hans- Joachim Maier, Bürgermeister Josef Daum und 1. Vorsitzenden Marco Schultes. Foto: Michael Wunder

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