Nordhalben: Im zweiten Anlauf konnte, nachdem die Eröffnung im vergangenen Herbst wegen schlechter Witterung kurzfristig abgesagt werden musste, die Fun- Arena an der Fichtera seinen Bestimmungen übergeben werden. Bürgermeister Josef Daum ging in seiner kurzen Ansprache vor der Einweisung der Betreiberfirma Krönert nochmals auf die verschiedenen Umstände ein, welche eine bisherige Benutzung der seit Herbst fertiggestellten Anlage nicht möglich machte. Den Skeptikern sei ins Buch geschrieben, dass die 160 000 Euro teure Anlage für die Gemeinde fast kostenlos sei. Lediglich den Stellplatz, die Erschließungskosten und die anfallenden Stromkosten gehen zu Lasten der Marktgemeinde. Durch einen Sponsorring werden die monatlichen Leasingraten von immerhin 4500 Euro finanziert, so Daum. Norbert Heger von den "Crocodiles", einem Eishockeyteam aus Nürnberg, stellte zunächst die Fun- Arena mit all ihren Möglichkeiten der Freizeitgestaltung vor. In Bayern gibt es, so Heger, mittlerweile 60 dieser Anlagen, davon im Landkreis Kronach drei an der Zahl. In der Zwischenzeit gebe es auch schon Überlegungen, ob man Turniere mit Teams aus den einzelnen Ortschaften durchführen kann. Hauptsächlich wird auf der Anlage mit Kunststoffboden Fußball, Inline- Hockey und Basketball gespielt. Als weitere Disziplin für Turniere soll auch Basketball mit Inlinern aufgenommen werden. Der Belag eignet sich bedingt auch fürs Schlittschuhlaufen. Nachdem es am Vormittag mit dem Wetter noch schlecht aussah, hatte der Wettergott ein Einsehen mit den Besuchern und es kam bei den Vorführungen teilweise sogar die Sonne etwas durch. In einem abwechslungsreichen Programm stellten die acht begeisterten Sportler von den "Crocodiles" in einem Spiel vier gegen vier als erstes die allseits beliebte Sportart Fußball vor. Im anschließenden Duell gab es für die zahlreichen Zuschauer mit Inline- Hockey eine für Nordhalben neue Sportart zu sehen. Auch das nachfolgende Basketballspiel mit Inlinern war für viele der Beobachter Neuland. Bei all den Spielen, die sich über etwa eine Stunde hinzogen, gingen die Sportler nicht voll zur Sache, denn die Ergebnisse sollten an diesem Tag keine Rolle spielen. Begeistert wurden im letzten Spiel die Nordhalbener Fußballauswahl mit Helmut Hellgoth, Reiner Kürschner, Rudolf Ruf, Frank Stumpf und Michael Wunder vor allem von den jugendlichen Besuchern angefeuert. Zunächst hatte man hier einige Probleme mit dem doch etwas glatten Belag und nach einigen Minuten sah es so aus, als dass man die "Bude" voll bekommt. Nach einem 0:4 Rückstand besannen sich die Nordhalbener, welche im Durchschnitt um einiges älter waren als die "Jungs" aus Nürnberg auf das Spielerische und konnten Tor um Tor aufholen. Nach einer kurzzeitigen Führung der Nordhalbener Hobbyspieler ging das faire Spiel, bei dem jedoch verbissen um jeden Ball gekämpft wurde, mit einem gerechten Unentschieden aus. Nach diesem offiziellen Teil konnten die Kinder und Jugendlichen es kaum erwarten, die Fun- Arena zu betreten. Mit Fußball, Inlinerfahren und Schlittschuhen hatte auch der Nachwuchs, für den die Anlage in erster Linie gebaut wurde, seinen Spaß. In zwei Zelten sorgte die Gemeinde für die Bewirtung der Gäste. mw

Die "Profis" von den "Crocodiles" zeigten wie man sich sicher auf dem Kunstoffbelag mit Inlinescates bewegt und dabei auch noch eine Ballsportart spielt. Foto: Michael Wunder

Aller Anfang ist schwer, nach etwas "abtasten" trauten sich aber die Kinder recht schnell mit Inlinern und Schlittschuhen auf die neue Anlage an der Fichtera. Foto: Michael Wunder