Gelübde aus dem 17. Jahrhundert wird in Wallenfels heute noch erfüllt

Wallenfels: Zahlreiche Gläubige beteiligten sich am heutigen Montag an der Sebastiansprozession in Wallenfels. Nach der Kirchenparade und dem von Pater Heinrich zelebrierten Gottesdienst machte man sich mit dem Allerheiligsten auf den Weg durch die Straßen von Wallenfels. Dieses Fest wird in Wallenfels seit Alters her in feierlicher Weise begangen. Dies geht auf ein Gelübde der Vorfahren im 17. Jahrhundert zurück, als die Pest zwischen 1607 und 1635 in fast allen Frankenwalddörfern ihren Einzug hielt und zahlreiche Opfer forderte. Damals flehten die Menschen den Heiligen Sebastian um Hilfe an und gelobten, an seinem Gedenktag eine Prozession durchzuführen, wenn er die Gegend vor "Dem Schwarzen Tod" befreien würde. Bis nach Zeyern vorgedrungen, machte diese schreckliche Krankheit vor den Toren der Stadt Wallenfels halt und es kam niemand aus der Flößerstadt ums Leben. Damals hat die Pest so arg gewütet, dass die an Pest Erkrankten selbst beim Niesen tot umfielen. Darum gibt es auch heute noch im Frankenwald das gebräuchliche und schöne "Helf Gott – Dank Gott". Das Allerheiligste wurde auch in diesem Jahr von Soldaten in altbayerischer Uniform begleitet. Die Statue des Heiligen Sebastian trugen die Mitglieder des Tambourzuges. (mw)

Unter der Führung von Kirchenpfleger Franz Behrschmidt und des Musikvereins Wallenfels formierten sich die Gläubigen vor der Kirche St. Thomas in Wallenfels um das Vermächtnis der Vorfahren weiterhin zu erfüllen. Das Allerheiligste wurde dabei von einigen Soldaten in altbayerischer Uniform begleitet. Foto: Michael Wunder

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