Nordhalben: Mit einer vollkommen neuen Idee überraschten die beiden Handwerksmeister, Schreinermeister Hans Michael Köstner und Metzgermeister Heinz Lautenschläger die Nordhalbener Bürger. Genau am Tag der Veröffentlichung der Unterschriftenaktion, es wurden über 500 Unterschriften für eine weitere Bademöglichkeit in Nordhalben überreicht, es war gleichzeitig der Tag des Schreiners, kam bei beiden die Idee auf, das erste in Nordhalben gebaute Freischwimmbad in der Bahnhofstraße wieder zu regenerieren. Auf dem Grundstück hinter der Schreinerei sind noch die Betonwände des durch die Familie Pensel errichteten Bades zu sehen. Die Idee dort ein neues, komfortables und natürlich beheiztes Freibad mit Wasserrutsche und weiteren Luxus entstehen zu lassen, beschäftigte die beiden während des gesamten Winters. Heinz Lautenschläger bestätigte, dass diese Aktion keine seiner, wie er sagte, fixen Ideen sei. Bereits anhand des Zeitraums sei von einer überlegten und bis ins Detail durchdachten Lösung auszugehen. Auch den angrenzenden Getränkebetrieb Daum, einen weiteren Unternehmer, einzubeziehen, sahen die beiden als eine weitere Möglichkeit um für die Besucher die benötigten Getränke zu ordern. Vielleicht will man aber diesbezüglich gleich direkt mit dem Großhändler in Verbindung treten. Man könnte nach den Vorstellungen der beiden Handwerksmeister die Getränke durch die Schreinerei transportieren und auf der großen Liegewiese an den Mann oder die Frau bringen. Auch steuerlich würde diese Möglichkeit Vorteile bringen, weil man die Getränke dem Weg nach als "Durchgangsposten" buchen könnte. Das stark gebeutelte Handwerk könnte so erhebliche Mengen Euros auf legalem Weg am Fiskus vorbeischleusen.
Vom Bürgermeister Josef Daum, der wegen der Konkurrenzsituation zum geplanten Naturbad ziemlich sauer reagierte, war gestern keine Stellungnahme zu bekommen. Wie jedoch aus gut unterrichteten Kreisen aus dem Rathaus zu erfahren war, will er die Sache rechtlich prüfen lassen, zumal die beiden mit nicht unerheblichen Besucherverkehr rechnen und diesen Betrieb gewinnbringend betreiben werden. Am heutigen 1. April wird auch der Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen Dr. Werner Schnappauf zu einem Ortstermin erwartet, weil dieser die Möglichkeit einer überhöhten Bezuschussung bereits zugesagt hat. Für interessierte Bürger gibt es die Möglichkeit bei Freibier und den bekannten Rostbratwürsten vom Lautenschläger die Pläne in Augenschein zu nehmen.(mw)
Die Planungen der beiden Handwerksmeister Hans – Michael Köstner (links) (Schreiner) und Heinz Lautenschläger (Metzger) sind weit vorangeschritten, sie wollen ihre "Rücklagen" gewinnbringend anlegen und das erste private Freibad im Landkreis errichten. Das besondere daran, das Bad wird an einer Stelle errichtet, wo bereits vor vielen Jahrzehnten (als die Freibäder noch in den Kinderschuhen steckten) bereits ein Freibad einer wohlhabenden Familie war. Foto: Michael Wunder