Nordhalben: Die staatliche Ehrenzeichen werden bei der Feuerwehr in Nordhalben im Sommer bei einem Kameradschaftsabend übergeben. Bei der Jahreshauptversammlung am Dreikönigstag standen deshalb nur Vereinsehrungen und Beförderungen an. Vorsitzender Michael Wachter zeichnete für 25 Jahre passive Mitgliedschaft Katja Schuberth aus. Das ehemalige aktive Mitglied Karlheinz Schuberth konnte für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. Weiterhin wurde Klaus Müller zum Ehrenmitglied ernannt. Aus den Händen des Kommandanten Thorsten Schuberth konnten Stefan Porzelt und Matthias Wunder die Ärmelstreifen für 30 Jahre aktiven Dienst entgegennehmen. Befördert wurden Lena Simon zur Oberfeuerwehrfrau sowie Andreas Hable und Bastian Nowitzki zum Oberfeuerwehrmann. Neue Hauptfeuerwehrfrauen sind künftig Nadja Rosenstengel und Nicole Wachter. Vorsitzender Michael Wachter sprach von einem gelungenen Jahr, bei welchen man nach dem Jubiläumsjahr wieder zur „Normalität“ zurückkehrte. Die Gesamtmitgliederzahl des Vereins beträgt 220 Mitglieder, wovon 143 als Fördermitglieder zählen. Erfolgreich waren der interne Kameradschaftsabend und das öffentliche Johannisfeuer, wobei sich hier der Freitag als gut erwies. Für die Anschaffung eines Defibrillators an der Nordwaldhalle stellte der Verein 2.000 Euro zur Verfügung. Im Ausblick nannte er vor alle die geplante Ausflugsfahrt in die fränkische Schweiz. Kommandant Thorsten Schuberth berichtete von 31 Einsätzen und einer Einsatzübung seiner aktiven Wehrleute. Insgesamt waren 345 Dienstleistende im Einsatz und haben aufgrund des Großbrandeinsatzes auf der Saalfelder Höhe mit 709 Stunden mehr als doppelt so viele geleistet als im vorausgegangenen Jahr. Erfolgreich legte Tobia Hautau dem Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“ und Kommandant Thorsten Schuberth dem Lehrgang „Waldbrand“ ab. Verabschiedet wurde die Leiterin der Kinderfeuerwehr Maria Oelschlegel, welche aus beruflichen Gründen diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann. An ihre Stelle tritt der „Rückkehrer“ Timo Schnura der zudem noch Swen Hänel als Zeugwart ablöst. Abgeschlossen sind die Besichtigungen, Ausschreibung und Bestellung des neuen Löschfahrzeugs, schon jetzt freue man sich auf die für Sommer 2027 vorgesehene Auslieferung. Zufrieden zeigte sich auch der Leiter des Atemschutzes Daniel Pöhnlein. Mit Tobias Hautau konnte man auf 14 Geräteträger aufstocken. Der langjährige Kommandant Wolfgang Ströhlein ist seit 40 Jahren aktiv beim Atemschutz. Jugendleiter Martin Simon berichtete von vielen Terminen seiner nur drei Jugendlichen. Personell wesentlich stärker ist die Kinderfeuerwehr, welche 14 junge Leute auf die Aufgaben des Feuerwehrwesens hinführt. Swen Hänel ging in seinem kurzen Bericht vor allem auf die erstmals durchgeführte Ostereiersuche ein. Bürgermeister Michael Pöhnlein zog eine Bilanz seiner zwölfjährigen Amtszeit. Das neue Fahrzeug sei in Einvernehmen mit den verantwortlichen der Wehr bestellt worden, für die Gesamtkosten in Höhe von 550.000 Euro müsste die Gemeinde rund 300.000 Euro aufbringen. Kreisbrandmeister Ronny Reuther bezeichnete die Nordhalbener Wehr als wichtige Stütze im Unterkreis. Der holprige Start beim Waldbrandkonzept sei vielen Fragestellungen unter anderen auch der Kosten geschultert gewesen. Grußworte sprachen im Namen der Patenwehr Heinersberg Kirstin Fischer, für das BRK Stefan Porzelt und für die Nachbarwehr aus Wurzbach (Thüringen) Carsten Donth.

Die ausgezeichneten und beförderten Mitglieder der Feuerwehr Nordhalben mit Bürgermeister Michael Pöhnlein (links), Kommandant Thorsten Schuberth (3 v.l.), Kreisbrandmeister Ronny Reuther (4 v.r.) und Vorsitzenden Michael Wachter (rechts). Foto: Michael Wunder