Musikverein ist eine feste Bank im Nordhalbener Vereinsleben

Nordhalben: Auch im fünften Jahr seines Bestehens, sind die Aktivitäten des Musikvereins Nordhalben auf sehr hohen Niveau. Vorsitzender Karlheinz Schuberth zog in der überaus zahlreich besuchten Jahreshauptversammlung erneut eine überwältigende Bilanz. Dabei wurde vor allem die Fertigstellung des Probenraumes und dessen Nebenräume in vorwiegend ehrenamtlichem Engagement gewürdigt.
– von Michael Wunder-
Vorsitzender Karlheinz Schuberth sprach in seinem Rechenschaftsbericht von einem interessanten Vereinsjahr mit reger Tätigkeit sowohl der aktiven Kapellenmitglieder als auch der Vereinsmitglieder. Die Rosenmontagsgaudi war wiederum der Höhepunkt auf dem gesellschaftlichen Sektor, was sich in der großen Resonanz wieder spiegelt. Der Vorsitzende dankte allen Mitwirkenden und rief gleichzeitig auf auch für das nächste Jahr Ideen und die Mitarbeit einzubringen. Auch mit dem 3. Nordhalbener Starkbierfest war die Musikkapelle einigermaßen zufrieden, so Schuberth. Mit der Fertigstellung und der Einweihung des Probenraumes konnte das große Ziel des Musikvereins nach zwei jähriger Bauzeit verwirklicht werden. Auch finanziell wurden die Umbaumaßnahmen in einem vertretbaren finanziellen Rahmen abgewickelt. Als ein großes Ereignis bezeichnete der Vorsitzende die einwöchige Ausflugsreise mit verschiedenen Auftritten der Musikkapelle nach Ungarn. Auch die Gastfreundschaft und die kulinarische Seite der Ungarn habe man zu schätzen gelernt. Großen Anklang fand wiederum der Kirchweih – Sonntag – Nachmittag, bei dem sich die Musik verantwortlich zeigte. Ausgezeichnet wurden die beiden Nachwuchsmusikerinnen Katrin Daum und Rebekka Wunder, welche beide das Leistungsabzeichen in Silber ablegten. Der Vorsitzende bedankte sich hierfür auch beim Dirigenten und den beiden Ausbildern. Die Mitgliederzahl sei mittlerweile auf 195 angewachsen, stellte der Vorsitzende stolz fest.
Von geordneten finanziellen Verhältnissen berichtete die "Finanzchefin" Dorothea Wachter. Trotz hoher Ausgaben, überwiegend für das benötigte Material und dem Zugriff auf die Reserven, stehe der Musikverein auf soliden finanziellen Beinen. Sie dankte vor allem Vorsitzenden Karlheinz Schuberth, dem es gelungen ist das Bauvorhaben für etwa ein Drittel der mit über
200 000.- DM veranschlagten Kosten in die Tat umzusetzen. Die beiden Kassenprüfer Lorenz Deckelmann und Margit Radlo, welche nicht anwesend sein konnten, bescheinigten der Schatzmeisterin schriftlich eine einwandfreie und ordentliche Arbeit. Die Entlastung erfolgte daraufhin einstimmig.
Von 39 Auftritten der gesamten Musikkapelle berichtete Dirigent Michael Wolf, weitere Darbietungen gab es mit einer kleinen Besetzung. Die Kapelle sei durchwegs gut besetzt und erfreulicher weise stehen derzeit wieder fünf Kinder als Nachwuchsmusiker in der Ausbildung, so Wolf. Beim Rothmaiselfest, dessen Reinerlös für die Flutopfer zur Verfügung gestellt wurde, verzichteten die Musiker auf ihre Gage, lobte er das Verhalten der Aktiven. Als weiteres Highlight stehe am 30. November das Gemeinschaftskonzert mit der Liedertafel Berlin in der Nordwaldhalle auf dem Programm. Der stellvertretende Jugendleiter Christian Popp trug den Bericht der verhinderten Jugendleiterin Sonja Radlo vor, welcher von derzeit 18 Mitgliedern der Bläserjugend berichtete. Von 31 Proben berichtete Kapellensprecher Wolfgang Wachter. Zwar konnte der Besuch statistisch von 58 auf 61 Prozent erhöht werden, dennoch sei noch Potential vorhanden. Er stellte erfreut fest, dass man vor wichtigen Auftritten komplett sei. Er richtete einen Appell an die Aktiven um verstärkt an den Proben und Auftritten teilzunehmen. In der Vorschau lud der Vorsitzende vor allem zum Konzert mit dem Liederkranz Berlin am
30. November ein. Auch will man im nächsten Jahr wieder die Rosenmontagsgaudi und das Starkbierfest durchführen. "Bei dem starken Interesse am Vereinsgeschehen, steht einem das Herz auf", so Bürgermeister Josef Daum in seinem Grußwort. Er dankte der Führungsspitze des Vereins, der es gelungen ist mit "wenig Geld" die Probenmöglichkeiten der Musikkapelle und des Nachwuchses wesentlich zu verbessern. Er bezeichnete die Musikkapelle als leuchtendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement. (mw)

Rebekka Wunder (Trompete)und Katrin Daum (Klarinette)legten mit Erfolg das Leistungsabzeichen D2 in Silber ab. Mit ihnen freuten sich v.l.
Ausbilder Dieter Hornfeck, Bürgermeister Josef Daum, Ausbilder Bernd Daum, Dirigent Michael Wolf und 1. Vorsitzender Karlheinz Schuberth.
Foto: Michael Wunder

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