Nordhalben: Bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Nordhalben gab es einen Wechsel an der Spitze. Der kürzlich zum Bürgermeister gewählte Michael Wunder stellte sich nach 32 Jahren an der Spitze nicht mehr zur Verfügung und will sich ganz der Gemeinde widmen. „Ich will Bürgermeister für alle sein, und bitte deshalb um Verständnis“, sagte er zu seinen Parteifreunden. Seine Nachfolge tritt Nico Tahiraj an, der sich gegen zwei weitere Kandidaten durchsetzte. In seinem letzten Rechenschaftsbericht blickte der scheidende Vorsitzende auf mehr als drei Jahrzehnte engagierte Parteiarbeit zurück. Er erinnerte an die zahlreichen Wahlkämpfe auf unterschiedlichen Ebenen, politische Initiativen vor Ort sowie an die kontinuierliche Entwicklung des Ortsverbandes. „Diese Zeit hat mich geprägt und ich bin dankbar für das Vertrauen und die Unterstützung, die ich all die Jahre durch meine Parteifreunde erfahren durfte“, betonte er sichtlich bewegt. Michael Wunder erwähnte besonders die Zeit vor der Kommunalwahl, wobei man rund sechs Monate ununterbrochen unterwegs war. Man konnte bereits vor der Nominierungsversammlung den Zusammenhalt deutlich erkennen, welcher bis zum Wahltag und darüber hinaus nicht nachließ. Als neuer Bürgermeister will er die den Wähler versprochenen sechs Hauptthemen zeitnah angehen und auch die 19 weiteren Punkte zielgerichtet durchsetzen. Um das Amt politisch neutral führen zu können, gab er den Vorsitz des CSU-Ortsverbandes ab. Sein Dank galt allen die ihm in der Vergangenheit tatkräftig unterstützt haben. CSU-Kreisvorsitzender Bernd Liebhardt zeichnete mehrere Mitglieder für langjährige Treue aus. So gehört Horst Wunder seit 60 Jahren der CSU an. Man dankte dem ehemaligen Vorsitzenden, Gemeinderat und einstigen Fraktionsvorsitzenden für seine Arbeit und Treue. Seit einen halben Jahrhundert, davon 41 Jahre als noch aktiver Schriftführer, gehört Horst Schnura dem CSU-Ortsverband an. Das Ehepaar Armin und Irene Vogel wurde für 50. beziehungsweise 40. Jahre mit entsprechenden Urkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet. Schließlich konnte auch Michael Wunder die Ehrennadel mit vier Sternen für vier Jahrzehnte in Empfang nehmen. Die zahlreichen, hochkarätigen Ehrungen unterstreichen auch den starken Zusammenhalt innerhalb des Ortsverbandes, lobte Bernd Liebhardt die Arbeit vor Ort. Die CSU habe in Nordhalben Flagge gezeigt uns sich nicht einer „Einheitsliste“ hingegeben, sondern bewusst ihre eigene Liste gestaltet. Die Bürger hätten schließlich die über Jahre anhaltende gute Fraktionsarbeit gewürdigt. Bei den jüngsten Kommunalwahlen wurden einige Rathäuser neu hinzugewonnen, so dass man jetzt seitens der CSU im Landkreis 13 Bürgermeister stellt, so viele wie schon lange nicht mehr. Die kommunalen Haushalte werden auch in den kommenden Jahren die großen Herausforderungen sein. Nordhalben und Michael Wunder wisse aber seit langem mit der Lage umzugehen. Man werde um Reformen nicht umhinkommen. Die CSU bleibe aber die Stimme der Vernunft. Der neue Ortsvorsitzende Nico Tahiraj zeigte sich Zuversichtlich die Vernetzung nach außen weiter auszubauen und verstärkt auf die neuen Medien setzten. Stellvertretender Vorsitzender Rudolf Ruf erinnerte mit Manfred Köstner über drei Jahrzehnte an der Seite von Michael Wunder gewirkt zu haben. Dieser habe das „CSU-Schiff“ auf in schwierigen Zeiten auf Kurs gehalten und sei immer ein guter Zuhörer und Moderator gewesen. Die Grüße und Glückwünsche der Frauenunion überbrachte Marianne Wunder.

Der CSU-Kreisvorsitzende Bernd Liebhardt (links) zeichnete den langjährigen Ortsvorsitzenden Michael Wunder und Irene Vogel für 40-jährige Mitgliedschaft sowie Horst Schnura und Armin Vogel für 50. Jahre aus. Mit im Bild der neu gewählte erste Vorsitzende Nico Tahiraj. Foto: Markus Pötzl