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Die Gemeinde Marktrodach rüstet sich für die Zukunft

Marktrodach: Die Gemeinde Marktrodach will sich baulich weiter entwickeln und stellt deshalb für das allgemeine Wohngebiet „Brühl IV“ in Oberrodach einen Bebauungsplan auf.

Der Marktgemeinderat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung fast ausschließlich mit Bauvorhaben. Nach der bereits erfolgten Zustimmung des Gemeinderates zum Entwurf des Bebauungsplanes beschäftigte man sich nunmehr mit den eingegangenen Stellungnahmen, insbesondere der Regierung von Oberfranken, welche aus städtebaulich-fachliche Sicht einige bedenken vorbrachte. Wie Bürgermeister Norbert Gräbner ausführte, sei nach wie vor eine starke Nachfrage nach Bauplätzen vorhanden, welche mit den zur Verfügung stehenden Flächen nicht gedeckt werden können. „Wir gehen sparsam mit Grund und Boden um und sind auch um eine Nachverdichtung bemüht. Eigentlich sind alle 14 Plätze schon weg. Wenn wir das Baugebiet nicht ausweisen, gehen die Leute woanders hin, vielleicht sogar aus dem Landkreis“, meinte der Bürgermeister. Der Gemeinderat wird deshalb – trotz der grundsätzlichen städtebaulich-fachlichen bedenken der Regierung – am Bebauungsplan festhalten. Weitere Stellungnahmen wurden zur Kenntnis genommen und stellen keine unerreichbare Hürde für die Gemeinde dar. Auch im Bereich des Gewerbegebiets Gries wird es weitere Baumaßnahmen geben. Die Errichtung eines Gebäudes für den Recyclinghof des Landkreises macht einen Hausanschluss notwendig. Deshalb soll die bereits vorgesehene Stichstraße in diesem Bereich auf einer Länge von rund 50 Metern mit ausgebaut werden. Abweichend vom Bebauungsplan wird jedoch nur ein einseitiger Gehweg mit einer Breite von zwei Metern sowie ein Parkstreifen für Lastkraftwagen mit drei Metern Breite hergestellt. Die Kosten wurden auf 75.000 Euro geschätzt. Der Auftrag, diese Maßnahme auszuschreiben und die Vergabe der Arbeiten vorzubereiten wurde bei einer Gegenstimme beschlossen. Bauplanungsrechtlich will man ein Gesundheitszentrum im eingeschränkten Gewerbegebiet „Gries-West“ voranbringen. Der Vorhabenträger beabsichtigt im Bereich des REWE-Marktes eine Ärztehaus mit betreutem Wohnen sowie einen Drogeriemarkt unter 800 Quadratmetern Verkaufsfläche zu erreichten. „Wir haben einen Investor aus der Branche und einen Interessenten für den Betrieb, besser könnte es doch gar nicht sein“, meinte Bürgermeister Norbert Gräbner. Deshalb stimmte der Gemeinderat nach kurzer Diskussion auch dem Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans einstimmig zu. Nicht so auf einer Linie hingegen war man über die geplante Errichtung von Windenergieanlagen im Windpark Rugendorf-Eisenwind. 3. Bürgermeister Karl Schoger sah in den gigantischen Bauwerken mit einer Höhe von rund 200 Metern eine stakte Beeinträchtigung der Landschaft. Er stimmte, wie Thomas Hümmrich gegen den Antrag. Die Mehrheit des Gemeinderates stimmte jedoch unter der Voraussetzung zu, dass Dauerbrachflächen als Ersatzland im Gebiet des Marktes Marktrodach zu verwirklichen und Heckenstrukturen sowie Weg- und Ackerraine zu schaffen sind. mw

 

Aus Sicht des Marktes Marktrodach bestehen keine Bedenken geben den Antrag der Gemeinde Himmelkron, welche zwei Möbelmärkte plant. Aufgrund der Größe eines XXXLutz- Möbelmarktes und eines Mömax- Mitnahmemarktes ist ein entsprechendes Zielabweichungsverfahren durch das Staatsministerium notwendig.

Die Feuerwehr Marktrodach erhält einen Logistik Gerätewagen. In der nichtöffentlichen Sitzung bekam die Firma Hellgoth aus Rodacherbrunn den Zuschlag für das Mehrzweckfahrzeug. mw