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Die Aktionsgemeinschaft Kronach kann den Weihnachtsmarkt nicht mehr Schultern

Kronach: Die Zukunft über den Kronacher Weihnachtmarkt ist ungewiss. In diesem Jahr soll nach den Worten des Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft Dietrich Denzner nochmals eine Weihnacht mit der Aktionsgemeinschaft geben.

Ab 2015, dann ist der Dreijahresvertrag mit der Stadt erfüllt, soll die Veranstaltung eventuell an die Stadt zurückgegeben oder ein anderer Interessent gesucht werden. Denzner bezeichnete die Arbeit für den Einzelhandel als kaum noch zu schultern und auch der Ärger um das Weihnachtsgeschäft nehme immer mehr zu. Damit meinte er unter anderen die Kritik wegen der Straßensperrung. Einige Mitglieder, speziell die Geschäfte in der Schwedenstraße haben es durch die Sperrung an den vorweihnachtlichen Samstagen schwer und mussten große Umsatzeinbußen hinnehmen. Auf den Punkt brachte es Matthias Kümmert: „Es muss eine Lösung für alle geben. Keiner will den Markt abschaffen, fast jeder profitiert davon. Ihm sei gerade die Sperrung am Montag aufgestoßen“, meinte der Geschäftsinhaber. Dietrich Denzner nannte mehrere Lösungsvorschläge, um die Sperrung aufzuheben oder zeitlich nach hinten zu schieben. Als Option bezeichnete er den Beginn der Sperrung von bisher 14 Uhr auf 15 oder 15.30 Uhr zu verschieben. Der Vorsitzende machte jedoch keinen Hehl daraus, den Markt ab 2015 wieder von der Aktionsgemeinschaft wegzubringen. „Ich mach`s definitiv dann nicht mehr“, kündigte er an. „Die Aktionsgemeinschaft war noch nie so interessant wie jetzt, der Weihnachtsmarkt hat sicherlich einiges gebracht, aber die Arbeit ist einfach in diesem Umfang nicht mehr zu Schultern“, so Denzner. Der Gewinn aus dem vergangenen Jahr, der lebhaft diskutiert wurde, sollte für die Sanierung der Hütten verwendet werden. Auch wenn die Aktionsgemeinschaft sensationell unterwegs ist und über die Landkreisgrenzen hinaus positive Resonanzen erhalten habe, sei der Markt ohne die Unterstützung der Stadt nicht zu schultern. Jährlich erhält man im Wert von 10.000 Euro Sachleistungen von der Stadt. Nicht zufrieden mit der Transparenz der Abrechnung zeigte sich Jochen Friedrich. Er könne es nicht verstehen, warum der Markt abgegeben werden soll, wenn er doch mittlerweile mit Gewinn abschließe. Kassier Ulrich Kaiser konnte den rund 30 Mitgliedern einen leichten Gewinn aus dem vergangenen Jahr mitteilen. Der Gutscheinverkauf laufe separat, da konnte man im vergangenen Jahr einen neuen Rekord verzeichnen. Auch Nachfrage nannte er den Gewinn aus dem Weihnachtsmarkt auf geschätzte 5.000 Euro, da bisher noch nicht alles abgerechnet werden konnte. Nachdem er für den Weihnachtsmarkt 2012 die Zahlen nicht parat hatte, verweigerten zehn Mitglieder die Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft, was jedoch nicht ausreichte, um die Entlastung zu verhindern. Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann bedankte sich bei den Händlern und Gastromomen für ihr Engagement, durch das die Stadt belebt und attraktiv gehalten werde. Die Entscheidung, der Aktionsgemeinschaft die Verantwortung für den Weihnachtsmarkt zu übertragen, sei richtig gewesen und die Stadt leiste ihren Beitrag dazu, meinte sie. mw