Reichenbach: In der „Verlängerung“ ist auch in der kleinen Gemeinde Reichenbach die Bürgermeisterwahl entschieden worden. Nachdem Richard Balasz (BLR) bereits im ersten Wahlgang die meisten Stimmen (47 Prozent) auf sich vereinen konnte, setzte er sich gestern in der Stichwahl gegen Katja Duman (SPD) recht deutlich durch. Im Vorfeld hatte sich der im ersten Wahlgang ausgeschiedene Rudi Neubauer für Katja Duman ausgesprochen. Dazu hätten dann allerdings fast all seine Wähler für die SPD-Kandidatin stimmen müssen. Am Ende ging Balasz sowohl bei der Urnen, als bei der Briefwahl als Sieger hervor und gewann mit 264 zu 178 Stimmen. Er zeigte sich dann bei der Feier im Fränkischen Reichenbach nach einen angespannten Tag erleichtert. „Ich war heute mit der Familie zusammen, war schon recht aufgeregt, dass es jetzt so deutlich ist freut mich natürlich“, sagte er rund eine Stunde nach Schließung der Wahllokale. Wohlwissend, dass er im Gemeinderat keine Mehrheit hat, zeigte sich der 31-jährige zuversichtlich ein gutes Miteinander zu finden. Zu einen der ersten Gratulanten gehörte Siegfried Stubach, der die Bürgerliste Reichenbach mit ins Leben gerufen hat. Er freute sich, dass die über 70 Jahre herrschende Vormachtstellung der SPD beendet werden konnte. Bei den Sozialdemokraten herrschte dann in der Ritterstube natürlich Ernüchterung. Katja Duman sagte, dass sie das Ergebnis leichter als ihre „Mitstreiter“ verkraften kann. Die bisherige Bürgermeisterin Karin Ritter stand 18 Jahre an der Spitze in Reichenbach, ihr Vorgänger Roland Schnappauf sogar 24 Jahre. Die Stellung der SPD geht aber weit darüber hinaus, mit Ausnahme der Kriegszeiten stellte die SPD immer den Bürgermeister. 

Die Wahlhelfer in Reichenbach mussten in die „Verlängerung“ und stellte nach rund einer halben Stunde einen klaren Sieg von Richard Balasz (BLR) fest. Foto: Michael Wunder

Die Enttäuschung bei der SPD Reichenbach war natürlich groß. Die noch amtierende Bürgermeisterin Karin Ritter stellte sich wie im gesamten Wahlkampf hinter Katja Duman. Foto: Michael Wunder

Richard Balasz und seine Mitkämpfer zeigten sich nach der Stichwahl, die Balasz recht deutlich gewann, erleichtert. Foto: Michael Wunder