Nordhalben: Die Junge Union Nordhalben kann sich über die Aufnahmen von neun neuen Mitgliedern freuen, dies berichtete deren 1. Vorsitzender Harald Wunder in der Jahreshauptversammlung. Gleichzeitig wurden vier langjährige Mitglieder nach Erreichen der Altershöchstgrenze von der JU verabschiedet.
Von vielseitigen Aktivitäten berichtete der Vorsitzende in seinem ausführlichen Rechenschaftsbericht. So wurde in den letzten beiden Jahren jeweils ein Rockfasching, speziell für die Jüngeren angeboten und gut angenommen. Auch die angebotenen Computerkurse stießen auf reges Interesse. Zweimal habe man Hallenfußballturniere in der Nordwaldhalle organisiert und durchgeführt. Dabei stand der sportliche Erfolg der Gastgeber an zweiter Stelle, vielmehr wollte man die Verbundenheit mit den benachbarten JU Ortsverbänden pflegen. Auch der Kegelabend mit benachbarten und befreundeten JU Ortsverbänden stieß auf gute Resonanz, so der Vorsitzende. Highlight war wieder das traditionelle Johannisfeuer am Lerchenhügel. Der aus den Veranstaltungen erwirtschaftete Gewinn konnte wieder an verschiedene Einrichtungen verteilt werden. So wurden 500.- DM an das Haus Fischbachtal, 1000.- DM für die Marienkapelle und 1500.- DM an die Volksschule für ein Fernsehgerät gespendet. Jeweils weitere 300.- Euro gingen an den katholischen Kindergarten und den Arbeitskreis Heimatpflege.
Den Abbau des Frankenwaldschiefers brachte man der Jugend im Rahmen des Ferienprogramms näher, als man mit dem Fahrrad das Schieferbergwerk in Lotharheil besuchte.
Als ein besonderes Erlebnis bezeichnete Harald Wunder die durchgeführte Dreitagesfahrt in die Bundeshauptstadt mit verschiedenen Events.
Bei den Kommunalwahlen, so Harald Wunder weiter, konnte die Junge Union fünf Kandidaten auf der CSU Liste präsentieren, wovon zwei mit guten Ergebnissen in den Gemeinderat gewählt wurden. Dort stünden so der JU Vorsitzende mit dem Naturbad und der 850 Jahrfeier zwei wichtige und schwierige Entscheidungen an. Auch wenn man den Machtwechsel bei der Bundestagswahl um Haaresbreite verpaßt hat, könne man mit dem Abschneiden in Nordhalben, im Kreis und in Bayern sehr zufrieden sein, sagte Wunder. Nunmehr einige Wochen nach der Wahl habe sich die Lage zugunsten der Union gewendet und die Menschen haben erkannt, dass die von Rot- Grün beschlossenen Steuererhöhungen nicht zum Wirtschaftswachstum beitragen. Mit Margarete Wunder, Thomas Müller und Manfred Köstner verliere die JU drei Mitglieder, welche 15 Jahre aktiv im Ortsverband mitgearbeitet haben, die beiden letztgenannten über 10 Jahre im Ortsvorstand. Manfred Köstner war darüber hinaus von 1991 bis 1994 erster Vorsitzender, bevor es ihn als Entwicklungshelfer für zwei Jahre nach Äthiopien zog. Danach war er weitere fünf Jahre als 2. Vorsitzender tätig. Bereits seit 20 Jahren gehört Barbara Letsch der Nachwuchsorganisation der CSU an. Auch sie arbeitet über mehr als ein Jahrzehnt in der Vorstandschaft, zuletzt als Schriftführerin mit. Harald Wunder dankte den "Urgesteinen" ,wie er die ausscheidenden Mitglieder bezeichnete, für ihre vielfältigen Aktivitäten in der Jungen Union.
Keine Einwände gab es gegen den von der Schatzmeisterin Diana Pötzl vorgetragenen Kassenbericht. Auf Vorschlag von Manfred Köstner, der die Kasse geprüft hatte, wurde die Kassenführerin, wie die gesamte Vorstandschaft einstimmig entlastet. Bei den durchgeführten Neuwahlen gab es dann eine weitere Verjüngung der Vorstandschaft. Ortsvorsitzender bleibt Harald Wunder, ihm stehen als Stellvertreter Johannes Scherbel und Sven Stumpf zur Seite. Die Kasse wird weiterhin von Diana Pötzl geführt und von Andreas Kuhnlein und Timo Schnura geprüft. Die Vorstandschaft wird durch Timo Schnura, Sven Vogel, Michael Franzke, Ramona Demantke und Ursula Schlee vervollständigt. Als Delegierte zur Kreisversammlung wurden Johannes Scherbel, Sven Stumpf, Michael Franzke und Timo Schnura gewählt und dessen Ersatzleute sind Andreas Kuhnlein, Sven Vogel und Ramona Demantke.
Bürgermeister Josef Daum sagte, dass mit einer Ausnahme alle derzeitigen CSU Gemeinderäte ihre Wurzeln in der JU hatten. Es sei gut, dass die Leute hier ihr Handwerk lernen und sich bereits in jungen Jahren mit der Politik identifizieren. Die junge CSU – Mannschaft im Gemeinderat gebiete die Möglichkeit für eine kontinuierliche Arbeit, so der Bürgermeister. Noch immer warten die Kommunen auf die von der Rot- Grünen Bundesregierung versprochene Stärkung. Genau das Gegenteil sei bisher eingetreten und man habe in den vergangenen fünf Jahren immer weniger Einkommensteueranteile bekommen als vorhergesagt. Auf kommunaler Ebene, so der Bürgermeister, beschäftige man sich derzeit intensiv mit den Vorplanungen für ein Naturbad, um weiterhin eine derartige Infrastruktureinrichtung vorzuhalten. Man habe sich die Entscheidung, das bisherige Freibad nicht wieder zu öffnen nicht leicht gemacht, sagte Daum. Eine weitere Hauptaufgabe für das kommende Jahr wir das Projekt "Nahversorgung ist Lebensqualität". Es wurde allgemein bedauert, dass die Gemeinde Marktrodach ausgestiegen ist, man will jedoch das für die künftige Entwicklung wichtige Projekt dennoch mit den Nachbargemeinden Steinwiesen und Wallenfels in Angriff nehmen. Der stellvertretende JU Kreisvorsitzende Christian Alber bezeichnete die mannigfaltigen Aufgaben der Nordhalbener JU als "Wahnsinn". Was hier geleistet wird ist einfach großartig, so Alber. Weiterhin verwies er auf eine Mitgliederwerbeaktion im JU Kreisverband Kronach, welche vom 1. Dezember bis zum 30. April des nächsten Jahres läuft. CSU Ortsvorsitzender Michael Wunder dankte für das gemeinsame Miteinander und machte auf die zwei bevorstehenden Termine, den Preisschafkopf am 29. November und das CSU Nikolaus – Pokalkegeln am 2. Dezember aufmerksam. (mw)
Gleich vier langjährige Mitglieder schieden nach Erreichen der Altersgründen aus dem JU Ortsverband Nordhalben aus. Unser Bild zeigt diese mit der neu gewählten Führungsmannschaft unter Vorsitz von Harald Wunder (Bildmitte). Mit dabei Bürgermeister Josef Daum (links) und stellv. JU Kreisvorsitzender Christian Alber (rechts). Foto: Michael Wunder