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Zwischen Jubel und Schweigen

Kronach: Mit wesentlich verbesserter Technik, einer größeren Leinwand und guter Bildqualität warteten die Verantwortlichen in der Kühnlenzpassage beim Spiel der Deutschen gegen Ghana auf.

Bereits vor dem Spiel trafen sich Fußballexperten der Region, um über die Weltmeisterschaft zu diskutieren. Das Fazit des gestrigen Deutschlandspiels: Nach dem ständigen „Auf und Ab“ waren die meisten Besucher mit dem Ergebnis gegen Ghana sicherlich zufrieden, hatten sich aber nach dem fulminanten Auftaktspiel mehr erwartet .

In der vollbesetzten Kühnlenzpassage ging das anfängliche Rasseln bereits in der sechsten Minute in ein Raunen über, da hatte die Mannschaft aus Ghana ihre erste starke Szene und nur wenige Minuten später musste Manuel Neuer bereit wieder eingreifen, um einen Steilpass zu entschärfen. Im Gegenzug hatte die deutsche Mannschaft nach einer guten Kombination ihre erste gute Chance und die meisten Besucher setzten schon zum Torjubel an. Beifall gab es wenig später als erneut der deutsche Torwart abtauchen musste, um einen Fernschuss abzuwehren. Ein weiteres raunen ging durch die Halle, als Mesut Özil flach auf Thomas Müller reinspielt und dieser eine weitere Chance verpasste. In den kommenden Minuten war es in beiden Strafräumen ruhiger geworden, weil sich vieles im Mittelfeld abspielte und durch die Taktik bestimmt war. Nach rund einer halben Stunde Spielzeit, als Ghana auch besser ins Spiel kam, musste Manuel Neuer erneut mit den Fäusten eingreifen, um einen Rückstand zu verhindern. Auf der Gegenseite konnte Mario Götze mit einem Torschuss nicht das Ziel erreichen. Von hinten kam ein Schrei: „Götze Nein“. Kurz nach dem Seitenwechsel erzielte gerade dieser Mario Götze das wichtige 1:0 und die Fans hielt es nicht mehr auf ihren Bänken. Nach der vielumjubelten Führung kehrte bereits zwei Minuten später Stille ein: Der nur 1,76 Meter große Andre Ayew sprang bei einen Kopfball höher als drei deutsche Spieler und konnte mit seinen super Kopfballtor ausgleichen. Beflügelt von diesem Tor war nunmehr wieder Ghana am Drücker. Bundestrainer Joachim Löw lies Bastian Schweinsteiger warm laufen, was mit Befall in der Kühnlenzpassage bedacht wurde. Dann ein weiterer Rückschlag für Deutschland. Noch vor der Einwechselung hatte Asamoah Gyan seine Mannschaft nach einen Fehler von Kapitän Philipp Lahm mit einen guten Schuss in Führung gebracht. Ghana spielte nunmehr wie entfesselt und war dem 3:1 nahe. Nach der Einwechselung von Miroslav Klose und Bastian Schweinsteiger war Deutschland wieder „voll dabei“. Nur wenige Minuten auf dem Feld konnte Klose den Ausgleich erzielen. Die Fans riss es zum zweiten Mal von ihren Bänken. Der Jubel dauerte noch an als Klose seinen Saldo schlug. Jetzt setzten die Fans natürlich noch auf Sieg. Weitere Chancen blieben ungenutzt und man musste sich mit dem Unentschieden, welches dem Spielverlauf gerecht wurde, zufrieden geben. Die Fans müssen auf weitere Tore der Deutschen Nationalmannschaft bis zum Donnerstag warten, dann ist um 18 Uhr wieder Live-Übertragung auf Großleinwand angesagt. Gegner werden die Vereinigten Staaten mit dem Deutschen Trainer Jürgen Kliensmann sein. mw

 

Zufrieden zeigte sich auch Regionaldekan Thomas Teuchgräber. „Es ist doch schön, wenn sich Fans aus dem gesamten Landkreis hier treffen und gemeinsam so friedlich ein Fußballspiel verfolgen“, meinte der Geistliche in der Halbzeitpause. mw

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Martin Panzer, der vor dem Spiel auf einen Sieg der Deutschen Mannschaft tippte, meinte, dass dieses Unentschieden ein gerechtes Ergebnis sei. Anders als beim Spiel gegen Portugal habe man heute einen gleichwertigen Gegner gesehen. Wichtig war nach dem Rückstand die Einwechselung von Bastian Schweinsteiger, der als Führungsspieler eine Partie drehen kann.

2014 - WM Publik Viewing XXXXXVII (22.06.14)

Grenzenloser Jubel nach dem 1:0. Foto: Michael Wunder