Schlagzeilen:

Das Wasser und Abwasser wird in Tschirn teurer

Tschirn: Die Bürger der Gemeinde Tschirn müssen künftig tiefer in die Tasche greifen.

In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch wurden die Wasser- und Abwassergebühren jeweils einstimmig und ohne Diskussion erhöht. Bürgermeister Peter Klinger (CSU) erinnerte an die bereits im Juli vorgestellte Gebührenkalkulation. Man sei sich auch einig die eigenen Quellen beizubehalten und dort eine entsprechende Aufbereitung nachzurüsten. Für die Filteranlage und UV-Behandlung seien 25.000 Euro an Investitionen notwendig. Auf Grundlage der verkauften rund 21.000 Kubikmeter muss der Preis für Wasser von 1,60 Euro auf 2,20 Euro angehoben werden. Die jährliche Grundgebühr wird von 24 Euro auf 36 Euro erhöht. Um staatliche Hilfen nicht zu Gefährten, sind in die Kalkulation die Verluste des letzten Kalkulationszeitraums voll integriert worden. Nicht so hoch viel die Erhöhung bei den Kanalgebühren aus, dort steigt der Preis von 2,06 Euro auf 2,24 Euro. Die jährliche Grundgebühr beträgt 48 Euro. Beide Erhöhungen treten zum Beginn des nächsten Jahres in Kraft. Gemeinderat Klaus Daum (Alternative für Tschirn) löste mit der Forderung einer Bürgerversammlung eine lange Diskussion aus. Es sei wichtig die Bürgerschaft einzubeziehen und mitzunehmen. Er kritisierte, dass der für 4. November vorgesehene Termin nunmehr wieder nicht stattfindet. Auch sei wegen den Räumlichkeiten im ehemaligen Jugendheim nicht gefragt worden. Der Bürgermeister entgegnete, dass er mit dem Bayerischen Gemeindetag gesprochen habe und das Jugendheim zu klein sei, um den Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern einzuhalten. Er sei für die Durchführung und Sicherheit verantwortlich und können nicht einfach darüber hinwegsehen, so Klinger. Klaus Daum meinte, in den Sommermonaten hätten man eine Bürgerversammlung mit null Problemen durchführen können. Er bezeichnete die fehlenden Informationen als „Wunden-Punkt“ der Bürger.

„Es wird alles rausgeschoben, die Hinterzimmer Politik sei nicht gefragt“

Gemeinderat Klaus Daum

Ich lege Wert darauf, euch in die Entscheidung einzubeziehen und wollte heute noch mal mit euch reden, sagte der Bürgermeister. In der gesamten Verwaltungsgemeinschaft gibt es aufgrund der Corona Pandemie keine Bürgerversammlung, dass Infektionsschutz sei, vorrangig. Gemeinderat Georg Barnickel (CSU) meinte, dass man sich bei so großem Interesse auch jederzeit an die Gemeinderäte wenden, oder eine Gemeinderatssitzung besuchen kann. Man einigte sich schließlich darauf, eine Umfrage zu starten, bei mehr als 30 Anmeldungen wird dann voraussichtlich am 25. November eine Bürgerversammlung in der Turnhalle in Teuschnitz stattfinden. Weiterhin fragte Klaus Daum bezüglich des Handyempfang nach. Er bemängelte, dass trotz versprechen nichts vorwärts geht. Es gibt, so Peter Klinger, eine Zusage der Telekom, diese sei jedoch ohne zeitliche Einordnung. Voraussichtlich sei der Februar des nächsten Jahres das Ziel. Klaus Daum wies auch auf eine von einem Baum ausgehende Gefahr im Park hin. Zweiter Bürgermeister Markus Stauch löste mit der Schülerbeförderung eine weitere Diskussion aus. Er poche auf eine Änderung der Fahrzeiten, ansonsten werde er Presse und Fernsehen nach Tschirn holen. Dies muss geklärt werden, die derzeitige Situation sei für die Schüler der 1. und 2. Klasse nicht tragbar. Bürgermeister Peter Klinger verwies auf den Elternbrief und die getätigten Unternehmungen des Schulverbandsvorsitzenden. Er versprach weitere Gespräche zu führen.