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Tettau: Wieder Streit ums Schwimmbad

Tettau: Die Hand der CSU/BfT ist für eine weitere gute Zusammenarbeit im Gemeinderat Tettau ausgestreckt.

Der Fraktionsvorsitzende Michael Müller gab zu Beginn der Sitzung am Montag eine umfassende Stellungnahme zum Sitzungsboykott der SPD/ZMT ab. Dabei bezeichnete er das Fernbleiben sowohl verantwortungslos als auch unnötig. Man habe durch den Boykott zwei Millionen Fördergelder aufs Spiel gesetzt. Nur durch die geschlossene Teilnahme der Fraktion des Bündnisses für Tettau wurde ein potentiell erheblicher finanzieller Schaden für die Gemeinde abgewendet. Die BfT-Fraktion verzichtet im Hinblick auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit auf ein Ordnungsgeld der Kollegen, welches bis zu 250 Euro pro Person geahndet hätte werden können. Er erinnerte ausführlich an die zehn äußerst erfolgreichen Jahre unter Bürgermeister Peter Ebertsch (BfT). Dabei wurden fast alle Beschlüsse einstimmig gefasst. Er ging auf speziell auf die Punkte Schwimmbad und Kindergarten ein. Beim Schwimmbad kam dann im folgenden Tagesordnungspunkt auch eine Diskussion auf. Wie der Bürgermeister berichtete könne man das Bad nach Auskunft des Gesundheitsamtes bis auf weiteres nicht in Betrieb nehmen. Die Investitionen liegen nicht im hunderttausender Bereich, sondern gehen in die Millionen. Nach seinen Worten seinen mindestens drei Millionen notwendig. Derzeit habe man mit der Nachbargemeinde Steinbach am Wald eine super Lösung. Die Schule hat am Mittwochvormittag die gesamte Anlage für sich. Kinder wie auch Lehrkräfte sind total begeistert. Die Sprecherin von SPD/ZMT Anika Kappelt wollte wissen, ob ein Förderantrag gestellt wurde, was der Bürgermeister verneinte. Sie beharrte jedoch darauf eine Bürgerbefragung durchzuführen. Ein Lehrschwimmbecken benötig 40 Schwimmklassen, da brauche man auch die Zusagen anderer Kommunen, sagte Ebertsch. Das alles sei nicht machbar, außerdem handelt es sich um eine freiwillige Leistung. Michael Müller ging auf die Neubaukosten ein, welche in keinem Verhältnis zu den bereitstehenden Mitteln des Freistaates stehen. Auch dürfe man die Folgekosten nicht vernachlässigen. Dietmar Schmidt (SPD/ZMT) zeigte einsehen, man sei von „kleinen Geld“ für die wieder Inbetriebnahme ausgegangen. Willi Güntsch (SPD/ZMT) zweifelte die vorgelegten Zahlen an. Das Schwimmbad sei wichtiger wie ein Dorfgemeinschaftshaus und eine Skaterbahn. Dem Bürgermeister warf er Unglaubwürdigkeit vor. Seinen vorgesehenen „Rundumschlag“ bremste schließlich Michael Müller souverän aus. „Willi hör mit deinen persönlichen Anschuldigungen auf, selbst im Landratsamt und der Regierung sind diese bekannt.

„Jetzt bitte ich dich, hör auf, sonst ist was los“

Sprecher Michael Müller (CSU/BfT) bremste Willi Güntsch aus

Einstimmig wurde die Ersatzbeschaffung für einen LKW für dem Bauhof beschlossen. Für das über 20 Jahre alt Fahrzeug erhalte man keinen TÜV mehr. Man sprach sich für den Kauf eines MAN-Fahrzeugs mit EU Norm zum Preis von 89.200 Euro aus.

 

Markt Tettau beauftragte eine eigene APP. Die einmaligen Kosten belaufen sich auf 3.448 Euro, an monatlich Kosten fallen 298 Euro an.

Befürwortet wurde der Bauantrag für den Neubau eines Gästehauses von Carletta Heinz. Auch gegen einen neuen Mobilfunkmast nördlich von Langenau, der zur Verbesserung der Infrastruktur dient, gab es keine Gegenstimmen. Behandelt wurden einige Anfragen von Nachbargemeinden. Im Zuge der Träger öffentlicher Belange wurde allen Vorhaben, darunter auch den Solarpark Lauenhain zugestimmt.

Für die Landtags- und Bezirkstagswahlen habe man viele Absagen von Wahlhelfer erhalten. Für die Mitwirkenden gibt es ein Erfrischungsgeld von einheitlich 30 Euro.