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Starke Frauen schaffen alles

Rothenkirchen: Auf ihre politischen Anliegen machten Frauen aus Pressig und den umliegenden Gemeinden am Internationalen Frauentag aufmerksam. „Starke Frauen schaffen alles“, war die Prämisse im Sportheim in Rothenkirchen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr fanden sich heuer noch mehr Frauen ein, um gemeinsam zu diskutieren und in fröhlicher Runde ein paar schöne Stunden zu begehen. Nach einem von der Gemeinde gesponserten Sektempfang und einer kurzen Begrüßung durch Alexandra Barnickel, sprach die stellvertretende Bezirksleiterin der Gewerkschaft IGBCE des Bezirks Mainfranken Marlis Mergenthal zum Thema Equal Pay Day. Wie sie sagte, fand dieser Tag kurz vor dem Internationalen Frauentag statt und soll auf die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern aufmerksam machen. Die Differenz betrage in den letzten vier Jahren 18 Prozent. Dieser Aktionstag markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, welche statistisch gesehen im Alter am größten sei. Dies wirke sich dann natürlich auf die Rente aus und zieh teilweise auch die Altersarmut nach sich. Die Gewerkschaftsvertreterin forderte daher mehr Tarifverträge für weitere Betriebe. Auch kämpfe man für einen weiteren Anstieg des Mindestlohns. Wichtig seien deshalb auch die im Juni stattfindenden Europawahlen, weil die Länder diese Gesetzgebungen dann auch umzusetzen haben. Bürgermeister Stefan Heinlein (CSU) meinte, dass Frauen immer die Sachdiskussion in den Vordergrund stellen. In seinem Gemeinderat gebe es sechs engagierte Frauen, welche eine Bereicherung darstellen. Deshalb sollten Frauen, wo auch immer Verantwortung übernehmen. Positive Veränderungen werde es nur mit demokratischen Parteien geben.

Mathias Eckardt, Regierungsgeschäftsführer des DGB Oberfrankens, meinte in seinem Grußwort, dass Frauen sehr wohl was zu sagen haben. Die Veranstaltung in Pressig/Rothenkirchen und umliegenden Gemeinden sei eine feine Sache und gehe in die Köpfe aller. Marina Schmitt aus Friesen sprach aus mehreren Blickwinkeln. Sie ging zunächst auf den seit 1911 bestehenden Frauentag mit seinen Höhen und Tiefen ein. Der Internationale Frauentag sei nicht nur ein Geschenktag, sondern sollte auch das Selbstwertgefühl stärken. Sie forderte die gleichen Rechte und Chancen für Frauen.

Wolfgang Schmitt, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Kronach meinte, dass die EU als Motor für Gleichstellung maßgeblich dazu beiträgt, dass ihre Mitgliedsstaaten die Benachteiligung von Frauen abbauen und die Gesundheit von Frauen schützen und ihr Recht auf Selbstbestimmung stärken. Bei der Europawahl werden 720 Abgeordnete gewählt. Durch die Stimmabgebe gebe man ein Bekenntnis für die europäische Integration und die Demokratie.

2024 - Rothenkirchen Int. Frauentag (10.03.24)

Über 60 Frauenohren lauschten den Kurzvorträgen bei der Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentags im Sportheim in Rothenkirchen. Foto: Michael Wunder